Bewegen ohne Anfassen

Engagiert erläutert Ludwig Frühschutz das Innenleben seiner Erfindung.

Masse ist träge, dass lernen wir spätestens beim Versuch, den schweren Wohnzimmertisch von der Stelle zu rücken. Aber wie lassen sich Gegenstände ohne Krafteinwirkung von außen bewegen? Und vor allem: Wie lassen sie sich gezielt bewegen? Diesen Fragen widmete sich Ludwig Frühschütz (16) aus Bad Bayersoien ganze zwei Jahre lang.

Den Anfang nahm das Forschungsprojekt von Ludwig Frühschütz mit einer einfachen Kugel. Der Schüler wollte klären, wie er sie steuern kann, ohne sie von außen in Bewegung zu setzen. Seine Idee: Er stattete die Kugel mit Akku und Motor aus. Per Fernsteuerung lässt sich die Kugel – mit 32 Zentimetern Durchmesser etwas größer als ein Fußball – tatsächlich über einige Entfernung lenken. Eine Kamera in der Kugel sendet Bilder an einen Funkempfänger. Mithilfe eines Beamers sind diese auf einer Leinwand sichtbar. So ist kein direkter Blickkontakt notwendig, um die Kugel zu steuern. Die Forschungsarbeiten haben sich gelohnt. Der Zehntklässler des Staffelsee-Gymnasiums Murnau erhielt für sein Projekt den Sonderpreis Mobilfunk.

Vom Nutzen seiner Forschungsergebnisse ist Ludwig Frühschütz überzeugt: "Meine Erfindung kann als Grundlage für den Bau von Robotern oder sogar von Autos dienen", erzählt er stolz. Für den jugendlichen Bastler steht fest, dass er sich auch im Studium mit Technik beschäftigen will. "Allerdings mit Tontechnik", ergänzt er.

Stand: August 2011