Preisträgerin des Sonderpreis Mobilfunk gewinnt internationalen Forschungswettbewerb in den USA

Erst Deutschland, dann die USA: Für ihre Idee, beschichtete Fenster mit Hilfe millimeterdünner Schlitze durchlässiger für Mobilfunkwellen zu machen, zeichnete das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) die Thüringerin Linn Bieske im vergangenen Jahr mit dem Sonderpreis Mobilfunk im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs Jugend forscht aus. Jetzt bringt die 18-jährige Abiturientin von ihrer Reise zum weltweit größten Forschungswettbewerb in den USA gleich zwei Preise mit nach Hause: den zweiten Platz in der Kategorie Elektro- und Maschinentechnik und einen Sonderpreis. Die Konkurrenz war beachtlich: 1.500 Schülerinnen und Schüler aus 65 Ländern trafen sich im Mai 2012 in Pittsburgh, um sich und ihre Erfindungen der Jury des renommierten „Intel International Science and Engineering Fair“ (Intel ISEF) zu präsentieren.

Die Idee der jungen Thüringerin: Schlechter Handy- und Internetempfang kann viele Gründe haben. Linn Bieske hat während ihrer Forschungen festgestellt, dass auch wärmedämmende, beschichtete Fenster ein Hindernis für Mobilfunkwellen sind. Sie machte sich Gedanken, wie man die Fenster durchlässiger machen könnte, ohne die Wärmedämmung zu reduzieren. Die Lösung: feine Schlitze in der Beschichtung. So dringen Mobilfunkwellen durch die Isolierfenster und sorgen für ungestörten Empfang. Im Video erklärt Linn Bieske, wie ihre Erfindung funktioniert.

 
Stand: Oktober 2012