Informationsangebote und Forschungsförderung der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat – ebenso wie Bundesländer und Kommunen – auf das Interesse der Öffentlichkeit am Thema "Mobilfunk, Umwelt und Gesundheit" reagiert. Dies zeigt sich zum einen in speziellen Informationsangeboten rund um die Schlüsseltechnologie Mobilfunk wie auch in der Förderung wissenschaftlicher Forschungen.
Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bietet Info-Material rund um die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk zur Signalübertragung verwendet. Auf der Website des BMU www.bmu.de/strahlenschutz/aktuell/1782.php finden sich weiterführende Links und zahlreiche Publikationen zum Download, etwa die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission und der EU zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern, die Selbstverpflichtung der Mobilfunknetzbetreiber sowie Informationen zum Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm.
Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz
Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit stellt das BfS im Bereich Mobilfunk Informationen zu Grenzwerten, zur Risikowahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie zu den biologischen Auswirkungen hochfrequenter Felder bereit. Auf der Website www.bfs.de findet der Interessierte Vorträge, Stellungnahmen, FAQs und diverse Publikationen zum Themengebiet wie auch die SAR-Werte verschiedener Handy-Modelle.
Informationen der Strahlenschutzkommission
Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Fachgremium, in das Experten aus der Wissenschaft berufen werden. Sie berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nicht-ionisierenden Strahlen. Die SSK bietet auf ihrer Website www.ssk.de diverse Publikationen und Stellungnahmen zum Download wie auch weiterführende Links.
Informationen der Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Sie hat die Aufgabe, durch Liberalisierung und Deregulierung für die weitere Entwicklung u.a. im Bereich der Telekommunikation zu sorgen. Auf Ihrer Internetseite www.bundesnetzagentur.de informiert sie ausführlich über den Telekommunikationsmarkt, die Branche, deren rechtliche Grundlagen und wichtige Verbraucherrechte.
Informationen zum Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm
Im September 2003 gab das Bundesumweltministerium den Startschuss für das „Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm“. Für das Programm standen im Zeitraum von 2002 bis 2008 Forschungsgelder in Höhe von 17 Millionen Euro zur Verfügung. Das vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geleitete Forschungsprogramm sollte noch bestehende Wissenslücken zu den biologischen Wirkungen von Mobilfunkfeldern schließen.
Im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms wurden insgesamt 54 Forschungsprojekte zu Fragestellungen aus den Themenbereichen Biologie, Epidemiologie, Dosimetrie und Risikokommunikation bearbeitet. Die Strahlenschutzkommission (SSK) stellte im Mai 2008 fest, dass „das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlage für die gesundheitliche Bewertung der Exposition durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks und damit zur Risikokommunikation geleistet hat.“ Nach der Einschätzung der SSK weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die ursprünglichen Befürchtungen über gesundheitliche Risiken nicht bestätigt werden können. Zudem gebe es auch keine neuen Hinweise auf bisher noch nicht bedachte gesundheitliche Auswirkungen.
Auf den Internetseiten http://www.emf-forschungsprogramm.de werden umfassende Informationen zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Forschungsprojekte und ihre Ergebnisse werden dort beschrieben.
EMF-Portal
Das EMF-Portal bietet aktuelle Informationen und einen Überblick über den neuesten Wissensstand zu den biologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF). Das Portal ist ein gemeinsames Projekt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu) der Technischen Hochschule Aachen. Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge und Grundlagen verständlich aufzubereiten. Das Portal richtet sich sowohl an Experten als auch an Laien und ermöglicht unter www.emf-portal.de den kostenlosen Zugriff auf eine Datenbank mit Veröffentlichungen aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Ein Teil der meist englischsprachigen Veröffentlichungen stehen auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einführende Texte zu den physikalischen Gesetzmäßigkeiten elektromagnetischer Felder, zum Vorkommen von EMF im Alltag, zu Grenzwerten und ein Glossar mit Fachbegriffen.
Die Standortdatenbank
Informationen über Standorte von Sende- und Funkanlagen können seit 2004 auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur unter http://emf2.bundesnetzagentur.de/ in einer eigenen Datenbank abgerufen werden.
