Welche Rolle spielt Mobilfunk als Wirtschaftsfaktor?

Der Mobilfunk schreibt wirtschaftlich Erfolgsgeschichte: Seit Jahren zählt er zu den zentralen Wachstumsbranchen in Deutschland. Vor allem der boomende Smartphone-Markt sorgt aktuell für schwarze Zahlen.

Mit einem voraussichtlichen Umsatz von 154,4 Milliarden Euro wird der IKT-Markt auch 2014 ein Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft bleiben. Das prognostizierte der Branchenverband BITKOM auf seiner Konjunktur-Pressekonferenz im Oktober 2013. Im Mobilfunkbereich sind dabei der kontinuierlich steigende Smartphone-Absatz sowie das boomende Geschäft mit mobilen Datendiensten die stärksten Umsatztreiber.

Das Handy gehört hierzulande längst zur Standardausrüstung: 90 Prozent der deutschen Bundesbürger über 14 Jahre besitzen laut einer BITKOM-Erhebung mindestens ein Mobiltelefon – das entspricht ca. 63 Millionen Personen bundesweit. Mit 115,23 Millionen Mobilfunkverträgen zum Ende des Jahres 2013 ist die Teilnehmerzahl im Mobilfunk  gegenüber dem Vorjahr (113 Millionen) weiter gestiegen: statistisch gesehen besitzt jeder Bundesbürger ca. 1,4 SIM-Karten (vgl. Pressemitteilung der Bundesnetzagentur).

Der Trend geht weiterhin zum mobilen Telefonieren: Im Gegensatz zum Festnetz legte der Sprachverkehr über Mobilfunknetze 2013 mit rund 110 Milliarden Verbindungsminuten (abgehende Gespräche) nochmals leicht zu. Zu diesen Ergebnissen kommt der Jahresbericht 2013 der Bundesnetzagentur.

Nicht nur in Deutschland ist das Handy ständiger Begleiter, auch international werden Mobiltelefone von immer mehr Bürgern genutzt. Gerade in Entwicklungsländern bietet der Mobilfunk wichtige Impulse für den Arbeitsmarkt und die Lebensbedingungen der Menschen.

Smartphones krempeln den Handymarkt um

Das „einfache“ Handy wird dabei zunehmend von internetfähigen Smartphones abgelöst. Laut einer BITKOM-Befragung nutzt bereits über die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) ein Smartphone statt eines klassischen Mobiltelefons. Der Branchenverband prognostiziert eine anhaltend starke Nachfrage: Rund 30 Millionen Smartphones werden 2014 voraussichtlich über deutsche Ladentische wandern – das sind knapp 82 Prozent aller verkauften Mobiltelefone.

Die rasante Verbreitung der modernen internetfähigen Handys sorgt unter anderem dafür, dass neue Anwendungsmöglichkeiten entstehen, etwa im Healthcare- oder Automotive-Bereich. Auch auf bestehende Arbeitsprozesse hat das Mobiltelefon einen starken Einfluss.