SAR-Werte von Handys

SAR steht für Spezifische Absorptionsrate. Der SAR-Wert eines Handys gibt an, wie viel Sendeleistung der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnehmen kann. Dabei beträgt der gültige Grenzwert 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Er stimmt mit den Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNIRP) überein. Handys, die in Deutschland und europaweit verkauft werden, müssen den SAR-Grenzwert einhalten.

Mobiltelefone sind so konstruiert, dass sie die festgelegten Grenzwerte nicht nur einhalten, sondern auch deutlich unterschreiten. Die in den Tabellen angegebenen SAR-Werte entsprechen den nach der europäischen Norm gemessenen Maximalwerten. Die tatsächlichen Werte während des Telefonierens sind aufgrund der automatischen Leistungsregelung in Mobilfunknetzen in der Regel erheblich niedriger.

Die Wechselwirkungen von Funkwellen mit dem menschlichen Körper sind seit vielen Jahren Gegenstand umfassender nationaler und internationaler Untersuchungen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass keine gesundheitliche Gefahren bestehen, wenn die gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder eingehalten werden.

Wie wird der SAR-Wert ermittelt?

Mit Hilfe des SAR-Messverfahrens wird überprüft, ob die Handys den zulässigen Wert einhalten. Sämtliche heute auf dem Markt erhältlichen Handys halten diese Vorschrift sicher ein.

Die Messung der SAR-Werte erfolgt nach einheitlichen Prüfstandards: Für den Betrieb von Handys am Kopf gemäß der europäischen Norm EN 50360, für den Betrieb am Körper (Tragen von Gürtelclips o.ä.) nach der Richtlinie OET65/C der Federal Communications Commission (FCC), USA.

Das Messsystem für das Messen des SAR-Werts am Kopf besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Mit dieser Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes simuliert werden. An das "Ohr" dieses Schalenkopfes wird das zu prüfende Handy gelegt, das dann mit maximal möglicher Leistung sendet. Eine Messsonde innerhalb des Schalenkopfes ermittelt dann die Verteilung der SAR in der Flüssigkeit. Aus dieser Verteilung werden die maximalen, über 10 Gramm Gewebe gemittelten SAR-Werte berechnet und mit dem Grenzwert verglichen.

Der normgerecht angegebene SAR-Wert wird bei der maximal möglichen Sendeleistung eines Handys gemessen. In der Regel aber ist der tatsächliche SAR-Wert während des Telefonierens wesentlich niedriger als dieser ermittelte Wert. Das liegt an der Fähigkeit der Mobilfunknetze, die Leistung dynamisch dem jeweils erforderlichen Bedarf anzupassen. Auf diese Weise senden Mobiltelefone immer nur mit der tatsächlich notwendigen Leistung. Diese liegt im Durchschnitt weit unterhalb der maximal möglichen Sendeleistung. Die vom Handy ausgesendete Leistung ist umso niedriger, je besser das Netz ausgebaut ist und je näher man sich an einer Basisstation befindet.

Bei der körpernahen Nutzung von Mobiltelefonen sowie bei der Verwendung von Zubehörteilen sind grundsätzlich die Angaben und gerätespezifischen Sicherheitsbestimmungen des Herstellers in den Gebrauchsanweisungen der Endgeräte zu beachten.

State: January 2014