Wie ist der Stand der Forschung zum Thema Mobilfunk und Gesundheit?
Zum jetzigen Zeitpunkt liegen rund 20.000 wissenschaftliche Arbeiten zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder vor. Pro Jahr kommen einige hundert Analysen zu dieser Fragestellung hinzu. Über 3.000 der bislang vorliegenden Untersuchungen befassen sich mit den Wirkungen hochfrequenter auch gepulster Felder, wie sie der moderne Mobilfunk verwendet. Für den Frequenzbereich von UMTS zwischen 1.900 und 2.170 MHz, den neben dem Mobilfunk zahlreiche weitere auch medizinische - Anwendungen nutzen, gibt es ebenfalls bereits rund 2.000 wissenschaftliche Studien.
Die Forschung analysiert zum einen thermische durch Wärme verursachte Effekte. Zum anderen sind auch andere - so genannte athermische - Wirkungen elektromagnetische Felder von der Wissenschaft inzwischen gründlich untersucht worden. Unter anderem sind dies mögliche Auswirkungen auf Krebserkrankungen oder die Beeinflussung des Zentralnervensystems und der Gehirnströme. Die Existenz athermischer Wirkungen wird in der Wissenschaft derzeit kontrovers diskutiert und mehrheitlich als nicht gesichert angesehen. Untersuchungen sind allerdings schwierig, da die Effekte an der Grenze der Nachweisbarkeit liegen.
Es ist wichtig zu wissen, dass der Nachweis eines Effektes durch elektromagnetische Felder nicht gleichbedeutend ist mit dem Beweis einer Gesundheitsgefährdung. So hat jeder Austausch mit der Umwelt Effekte auf den menschlichen Körper. Nach dem Genuss einer Tasse Tee beispielsweise lassen sich deutliche physiologische Veränderungen feststellen, ohne dass dadurch die Gesundheit in Gefahr geraten würde. Aufgabe der Forschung ist es herauszufinden, ob die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks bei Einhaltung der derzeit geltenden Grenzwerte schädigende Wirkungen verursacht.