Können die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks Krebs auslösen?
Die Wissenschaft untersucht schon seit einiger Zeit sehr genau, ob hochfrequente elektromagnetische Felder Krebs erzeugen oder das Krebswachstum fördern können. Für die Nutzer von Mobiltelefonen ist es wichtig, dass die Forschung hier über verlässliche Erkenntnisse verfügt.
Der Begriff Krebs bezeichnet rund 200 verschiedene Erkrankungen, deren gemeinsames Merkmal ein unkontrolliertes, bösartiges Zellwachstum ist. Die genauen Ursachen der Krebsentstehung sind nicht hinreichend bekannt. Es lassen sich allerdings Risikofaktoren bestimmen. Ursachen von Krebserkrankungen sind vor allem gesundheitsschädigende Lebensgewohnheiten wie falsche Ernährung (zum Beispiel hoher Fettkonsum) Alkoholgenuss oder Rauchen. Umweltbedingte Risikofaktoren treten demgegenüber stark zurück.
Forschungsbewertung der ICNIRP
Im Hinblick auf elektromagnetische Felder, wie sie der Mobilfunk verwendet, ist die Meinung der Fachleute eindeutig: Sie sind nicht krebserregend, da ihre Energie zu gering ist, um die DNS als Trägerin des Erbguts zu verändern. Die internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) hat 1998 festgestellt: Insgesamt zeigen die vorhandenen Daten, dass hochfrequente elektromagnetische Felder keine mutagene Wirkung besitzen und es deshalb unwahrscheinlich ist, dass sie Krebs erzeugen. (ICNIRP-Grenzwertempfehlung von 1998)
Studie von Johansen
Diese Einschätzung ist in neueren Untersuchungen bestätigt worden. Hierzu zählt etwa die Kohortenstudie der Forschungsgruppe um Johansen von 2001. Im Rahmen dieser Studie wurden Menschen auf Krebserkrankungen untersucht, die zwischen 1982 und 1985 mobil telefoniert hatten.
Auf der Grundlage des dänischen Krebsregisters wären im Untersuchungszeitraum unter den 420.095 Mobilfunknutzern 3.825 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Tatsächlich aber traten nur 3.391 Krebserkrankungen auf. Daraus ergibt sich, dass kein Zusammenhang besteht zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und einem erhöhten Risiko, an verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Auch die Dauer der Handy-Nutzung und die Art des verwandten Mobilfunksystems (analog oder digital) hat der Studie zufolge keinen Einfluss auf die Tumorwahrscheinlichkeit.