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Forschungsbewertung der SSK
 
Einschätzung des Gesundheitsrates der Niederlande
 
Studien von Hardell aus den Jahren 1999 und 2000
 
Studie von Inskip
 
Neue Studie von Hardell
 
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Können die elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen Hirntumoren auslösen?
Diese Frage wird von zahlreichen Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen untersucht. Abgeschlossen wurden bislang vier große Studien zu diesem Thema. Alle gelangten übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise auf die Erhöhung des Hirnkrebsrisikos durch die Nutzung moderner Mobiltelefone gibt.
Forschungsbewertung der SSK
Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) erklärte in ihrer zusammenfassenden Forschungsbewertung vom September 2001: „Es ist bis jetzt kein Mechanismus bekannt, wie hochfrequente Felder das Risiko zu Hirntumorerkrankungen beeinflussen könnten.“ Auf der Grundlage der bislang vorliegenden Studien könne zusammenfassend festgestellt werden, dass es keinen Hinweis gebe, der Gebrauch von Mobiltelefonen könne die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Hirntumoren zu erkranken.
Einschätzung des Gesundheitsrates der Niederlande
Diese Einschätzung stimmt überein mit der Position des Gesundheitsrates der Niederlande von 2002. Dieser hat in seinem Bericht über „Mobiltelefone“ zusammenfassend festgestellt, dass eine Reihe von epidemiologischen Studien einen möglichen Zusammenhang zwischen Hirntumoren und dem Gebrach von Handys untersucht habe. Einige Studien basierten auf einer sehr breiten Datengrundlage. Grundsätzlich habe keine der Untersuchungen einen Hinweis auf Tumoren erbringen können.
Studien von Hardell aus den Jahren 1999 und 2000
Die erste Fallkontrollstudie über das Auftreten von Hirntumoren bei Nutzern von analogen und digitalen Mobiltelefonen wurde 1999 von Hardell veröffentlicht. Dabei untersuchte man 209 Krebspatienten. In der Kontrollgruppe befanden sich 425 gesunde Personen. Es zeigte sich kein erhöhtes Risiko, im Fall der Handy-Nutzung, allgemein an Hirntumoren zu erkranken.

Die Überprüfung, inwieweit die Hirntumoren an der Kopfseite auftraten, an der das Handy beim Telefonieren gehalten wurde, ergab eine erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeit. Dieses erhöhte Risiko wurde allerdings nur für das schwedische analoge Mobilfunksystem gefunden. Aufgrund der geringen Anzahl von befragten Handy-Nutzern ist die Aussagekraft dieses Ergebnisses ohnehin fragwürdig.

In einer zweiten Studie aus dem Jahr 2000 hat die Forschungsgruppe um Hardell 1.600 Hirntumorpatienten und 1.600 nicht erkrankte Personen untersucht. Die Analyse ergab, dass alte analoge Mobiltelefone, die in den 1980er und 1990er Jahren auf dem Markt waren, ein erhöhtes Tumorrisiko bewirkten. Diese Ergebnisse sind jedoch nicht auf moderne Handys übertragbar, da diese rund zehnmal weniger Energie abgeben.

 
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Studie von Hardell u. a., in: International Journal of Oncology 15.1 (1999), S. 113-116
Studie von Inskip u. a., in: New England Journal of Medicine 344.2 (2001), S. 79-86
Studie von Hardell u. a., in: European Journal of Cancer Prevention 11 (2002), S. 377-86 (Zusammenfassung)
Grenzwerte und Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern, SSK-Empfehlung vom September 2001
Forschungsbewertung des EU-Ausschusses für Toxizität, Ökotoxizität und Umwelt (CSTEE), 2001


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