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Medizinischer Umgang mit Elektrosmog-Patienten
 
Studie von Hietanen
 
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Elektrosensibilität?
Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden zeitweilig oder dauerhaft an chronische Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwäche oder Antriebslosigkeit. Derartige Befindlichkeitsstörungen sind ohne Zweifel kein Produkt der Phantasie. Sie sind real, und für die betroffenen Menschen ist es wichtig zu erfahren, welches die Ursachen für ihre Beschwerden sind.
Die Gründe für die Beschwerden dürften vielfältig sein. Stress und Überlastung, schwierige Lebenssituationen und persönliche Probleme, eine falsche Ernährung, der Konsum von Alkohol und Zigaretten, das Wetter und viele andere negative Umwelteinflüsse können solche Störungen bewirken. Etwa ein bis zwei Prozent unserer Bevölkerung sind der Meinung, dass ihre Beschwerden durch die elektromagnetischen Felder von elektrischen Geräten und Anlagen in ihrer Nähe verursacht werden. Diese Menschen bezeichnen sich als „elektrosensibel“. Nach ihren Angaben können sie die Wirkung elektromagnetischer Felder – auch der des Mobilfunks von Handys und Basisstationen – auf ihren Organismus direkt fühlen.
Medizinischer Umgang mit Elektrosmog-Patienten
Professor Heyo Eckel, Präsident der Ärztekammer Niedersachsen und Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer, betont: „Es gilt, die Bedenken, Sorgen und Ängste der Patientinnen und Patienten gegenüber möglichen Gesundheitsgefahren durch Handy-Gebrauch und/oder durch Expositionen durch Mobilfunkbasisstationen sehr ernst zu nehmen.“ Wenn auch die Wirkungszusammenhänge von gepulster HF-Strahlung und der Ausbildung von Krankheiten wissenschaftlich nicht nachgewiesen seien, so sollten in der Sprechstunde geschilderte Befindlichkeitsstörungen, deren Ursache der Patient auf „Elektrosmog“ zurückführt, nicht als Unfug abgetan werden. Allein die so belastete Psyche könne bereits zu Symptomen führen (Ärzte Zeitung Online, 31.05.2001).

Die Frage, ob es Menschen mit einer besonders hohen Empfindlichkeit gibt, die auf elektromagnetische Felder mit Befindlichkeitsstörungen reagieren, ist angesichts dieser Situation seit längerem Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Derartige Analysen sind allerdings sehr komplex und weisen eine hohe Fehleranfälligkeit auf, weshalb sie sehr schwierig durchzuführen sind. Für den Mobilfunk ist bislang kein wissenschaftlicher Nachweis der Elektrosensibilität gelungen. Bei den Untersuchungen ließ sich kein direkter Einfluss von elektromagnetischen Feldern feststellen.

 
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Studie von Hietanen u. a., in: Electromagnetics 23.4 (2002), S. 264-70


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