Umfrage: Sorge um Mobilfunk auf konstant niedrigem Niveau
Die meisten Deutschen sorgen sich nur wenig um mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch den Mobilfunk. Wesentlich größer ist dagegen die Besorgnis wegen der Luftverschmutzung, des Verzehrs von Fleisch unbekannter Herkunft oder genetisch veränderter Lebensmitteln. Dies ist das Ergebnis einer 2006 durchgeführten repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS).
Von 2.500 telefonisch Befragten zeigte sich rund jeder Vierte
(27 Prozent) im Hinblick auf die hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks besorgt. 72 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, gar nicht beunruhigt zu sein. Während neun Prozent von gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunksendeanlagen, Handys oder schnurlose Telefone berichten, fühlen sich 90 Prozent der Befragten in ihrer Gesundheit überhaupt nicht beeinträchtigt.
Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen eine tendenziell sorgenfreiere Einstellung der Bevölkerung als in den letzten vier Jahren. Insgesamt hat sich die Einstellung der Deutschen gegenüber dem Mobilfunk in den vergangenen Untersuchungen aber kaum verändert. Während im Jahr 2003 31 Prozent der Bevölkerung Bedenken wegen der gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks hatten, gaben 2004 und 2005 30 Prozent an, besorgt zu sein.
Die Umfrage im Jahr 2006 ist die letzte einer jährlichen Befragungsreihe, die das Institut für angewandte Sozialwissenschaft seit 2003 im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms durchgeführt hat. Eine abschließende Auswertung aller Ergebnisse wird in den kommenden Monaten erwartet.
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