Aktuelle Umfragen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen
44 Prozent aller Kinder im Alter von sechs bis 12-Jährigen sind mobil erreichbar. Mit zunehmendem Alter steigt die Handyausstattung der jungen Nutzer an. So steht 92 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ein Handy zur Verfügung. Dies geht aus den aktuellen Umfragen "Jugend, Information und (Multi-) Media" (JIM-Studie) und "Kinder und Medien, Computer und Internet" (KIM-Studie) für das Jahr 2006 hervor. Beide Studien wurden im Auftrag des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) erstellt. Dabei lässt sich in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg in der Verbreitung von Mobiltelefonen bei Jugendlichen erkennen. 1998 hatten gerade einmal acht Prozent der Jugendlichen ein eigenes Mobiltelefon, bereits drei Jahre später waren fast drei Viertel der Jugendlichen mit einem Handy ausgestattet.
Kinder bis 13 Jahren nutzen das Handy vor allem, um anzurufen oder sich zum Beispiel von den Eltern anrufen zu lassen. Am zweithäufigsten schreiben oder empfangen sie SMS, gefolgt vom Spielen auf dem Handy. Bei den 12- bis 19-Jährigen ist das Versenden und Empfangen von Kurzmitteilungen die wichtigste Handyfunktion. Das Telefonieren steht in dieser Altersgruppe erst an zweiter Stelle. Am drittwichtigsten ist für sie die Möglichkeit, per Handy Fotos zu machen. Die technische Ausstattung der Handys ermöglicht den Jugendlichen eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten. So sind die meisten Geräte mit einem Internetzugang und einer Kamera ausgestattet. Etwa die Hälfte verfügt über eine Infrarotschnittstelle oder Bluetooth.
In den mpfs-Umfragen wurde neben dem Gerätebesitz auch die Verbreitung von Gewaltbildern und -videos auf Mobiltelefonen als Jugendschutzproblem thematisiert. So wurden die 6- bis 13-Jährigen ganz allgemein gefragt, ob sie schon einmal "seltsame oder unangenehme Sachen" auf ihr Handy geschickt bekommen haben. Rund zehn Prozent der befragten Kinder haben dies bestätigt. Bei den 12- bis 19-Jährigen geben sieben Prozent der Befragten an, schon einmal Videos empfangen zu haben, die beispielsweise selbst aufgezeichnete Gewalt- oder Straftaten enthalten. Die Ergebnisse der Umfragen machen nach Einschätzung des mpfs deutlich, dass der sinnvolle Umgang mit Handys frühzeitig vermittelt werden sollte. Neben den Eltern seien hier auch die klassischen Bildungsträger gefragt. Diese sollten die Auseinandersetzung mit klassischen und neuen Medien zum festen Lehrprogramm machen.
Seit 1998 beauftragt der mpfs jährlich eine Basisstudie "Jugend, Information und (Multi-) Media" zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information. Seit 1999 werden in der Studie "Kinder und Medien, Computer und Internet" Kinder im Alter von 6 bis 13 regelmäßig zu ihrem Umgang mit Medien befragt. Die Studien sind als Langzeitprojekte angelegt, um die sich wandelnden Rahmenbedingungen des Medienangebots und die damit verbundenen Veränderungen adäquat abbilden zu können.
Die technischen Grundlagen der mobilen Kommunikation Infos über Geschichte und Funktionsweise des Mobilfunks, über Netzaufbau und Sicherheitsmaßnahmen Mehr...
Mobilfunk und Politik Alles über Aufsicht, Gesetze, die Standortdatenbank und den Dialog der Netzbetreiber mit der Politik Mehr...
Infos zum Thema Gesundheit und Umwelt Hier finden Sie Daten und Fakten zu elektromagnetischen Feldern, Grenzwerten und zum aktuellen Forschungsstand. Mehr...