Studie: Medienberichte zum Thema Mobilfunk und Gesundheit sind oftmals unsachlich
Die Berichterstattung zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks in den Printmedien gibt den wissenschaftlichen Forschungsstand zumeist nur mangelhaft wieder. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Max-Delbrück-Centrum (MDC) Berlin. Die Untersuchung beobachtete die Berichterstattung von 17 Printmedien im Zeitraum von 2002 bis März 2007.
Die Autorin der Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die mehrdeutige und zum Teil widersprüchliche Berichterstattung innerhalb einer Zeitung die Unsicherheiten in der Bevölkerung zu gesundheitlichen Auswirkungen des Mobilfunks noch erhöhen. Häufig verwendete Begriffe wie Vorsorgewert, Vorsorgeprinzip, Strahlenbelastung und Restrisiko implizierten, dass der Mobilfunk etwas birgt, wovor man sich schützen sollte. In der Berichterstattung wird das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am häufigsten zitiert oder von den Journalisten zum Thema befragt. Dabei wird der Behörde in der Beurteilung der gesundheitlichen Risiken die höchste Glaubwürdigkeit zugesprochen. Die Studie diagnostiziert zudem bei einigen Zeitungen eine Tendenz, die Thematik zu nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren und damit gesteigerte Auflagen zu erreichen.
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