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IZMF | 19.09.2007
Großbritannien: Keine Hinweise auf Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk
Das britische Forschungsprogramm MTHR (Mobile Telecommunications and Health Research) konnte keinen Zusammenhang zwischen Handynutzung und negativen gesundheitlichen Effekten nachweisen. Dieses Fazit zogen Wissenschaftler in einem gerade veröffentlichten Bericht aus Ergebnissen von 23 abgeschlossenen Forschungsprojekten des MTHR Programms. Insgesamt werden im Rahmen des Programms 28 Projekte durchgeführt. Es ist damit die größte Untersuchung zu möglichen Auswirkungen von Mobilfunk im Vereinigten Königreich.

In dem Abschlussbericht des britischen Forschungsprogramms heißt es, keine der vom MTHR-Programm unterstützten und in Fachmagazinen veröffentlichten Forschungsarbeiten zeige biologische oder negative gesundheitliche Effekte durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf. Die Wissenschaftler fanden über einen Zeitraum von sechs Jahren keine Verbindung zwischen dem kurzzeitigen Gebrauch von Handys und dem Auftreten von Hirntumoren. Außerdem konnten sie keinen Nachweis für die Beeinflussung von Hirnfunktionen sowie für das Auftreten von Symptomen bei Elektrosensiblen durch elektromagnetische Mobilfunkfelder finden. Nach Einschätzung des Forscherkomitees gibt es daher keinen weiteren Forschungsbedarf in den Bereichen Elektrosensibilität, Gehirnfunktion und biologische Mechanismen. Weniger eindeutig sei dagegen die Situation im Bereich der längerfristigen Exposition. Bisher umfassen Studien lediglich eine begrenzte Zahl von Teilnehmern, die seit zehn Jahren oder länger ein Mobiltelefon nutzten. Im kommenden Jahr will das britische Forschungsprogramm deshalb mit Langzeituntersuchungen beginnen.

Auch die Anfang September veröffentlichten Resultate des finnischen Forschungsprogramms HERMO (Health Risk Assessment of Mobile Communications) enthalten keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Auswirkungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprogramm, das im Juni 2004 ins Leben gerufen worden war, umfasste insgesamt dreizehn Forschungsarbeiten.

Das MTHR wurde im Jahr 2001 in Großbritannien mit dem Ziel gestartet, Forschungslücken zum Thema Mobilfunk und Gesundheit zu schließen. Die britische Regierung finanzierte das Forschungsprogramm gemeinsam mit der Mobilfunkindustrie. Für die 28 Studien des Forschungsprogramms standen insgesamt 12,8 Millionen Euro zu Verfügung.
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