Um mit dem Mobilfunk verbundene Gesundheitsfragen macht sich die Bevölkerung deutlich weniger Sorgen als um Luftverschmutzung, den Verzehr von Fleisch unbekannter Herkunft, gentechnisch veränderte Lebensmitteln, UV-Strahlung, die Nebenwirkungen von Medikamenten, starkes Zigarettenrauchen oder die Teilnahme am Straßenverkehr.
Das belegt eine repräsentative INFAS-Umfrage, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Januar 2006 veröffentlicht hat. Während sich um Luftverschmutzung 61 Prozent der Bevölkerung ziemliche bzw. starke Sorgen machen, sind es bei Mobilfunksendeanlagen - wie bereits bei Erhebungen in den Jahren 2003 und 2004 - nur 29 Prozent und beim Handy sogar nur 20 Prozent. Damit kommt dem Mobilfunk nach Auffassung der Forscher im Verhältnis zu anderen möglichen Umwelt- oder Gesundheitsrisiken "eine eher mittlere bis untergeordnete Bedeutung" zu.
Die Umfrage mit dem Titel "Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks" wird von 2003 bis 2006 jährlich vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Infas) im Auftrag des BfS als bevölkerungsrepräsentative Telefonumfrage durchgeführt.
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