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Wie Handy, Internet und Co. die Sprache verändern
Jugend forscht: Schülerin aus Hildesheim gewinnt Sonderpreis Mobilfunk
IZMF | 07.03.2008
Jugendliche ruinieren durch ihre Ausdrucksweise die deutsche Sprache. Dieses häufige Vorurteil war der Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt von Barbara Michalski aus Hildesheim. Am vergangenen Dienstag wurde die Arbeit im Rahmen des niedersächsischen Landeswettbewerbs von Jugend forscht mit dem Sonderpreis Mobilfunk ausgezeichnet. Neben einer Geldprämie kann sich die Gewinnerin über eine Reise nach Berlin zur offiziellen Preisverleihung des Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) freuen.

Die 18-jährige Schülerin untersuchte, welche Auswirkungen moderne Kommunikationsmittel auf unsere Sprache haben. Im Fokus ihrer Arbeit stand das Instant Messaging Programm ICQ, das vor allem Jugendliche zum direkten Austausch von Nachrichten im Internet nutzen. Michalskis Beobachtung: Viele Mitteilungen enthalten Kürzel wie ‚btw’ für by the way, englisch für übrigens. "Die Nutzer verwenden Abkürzungen, um genau so schnell zu schreiben, wie sie denken", erklärt die 18-Jährige. Anhand von Gesprächsanalysen arbeitete sie heraus, dass die Sprache nicht nur verkürzt, sondern auch erweitert wird. Dies geschieht durch das Versenden von Icons wie beispielsweise Smileys. "Das gilt natürlich nicht nur für ICQ, sondern genauso für das Versenden von Kurzmitteilungen mit dem Handy", so die Abiturientin. Ihr Fazit: Neue Kommunikationsmittel verändern die Sprache, können sie aber auch bereichern. Häufig greifen die Änderungen auf andere Sprachbereiche über. "Der Smiley taucht plötzlich auch im Brief auf", erklärt die Schülerin.

Dagmar Wiebusch, Geschäftführerin des IZMF, lobt den Forschergeist der Schülerin: "Wir wünschen der Gewinnerin auch in Zukunft viel Erfolg und hoffen, sie mit dem Preis ermutigt zu haben, weiter zu forschen." Barbara Michalski plant nach ihrem Abitur ein Mathematikstudium. "Ich setze mich gern hin und denke nach, um Lösungen für Probleme zu finden", erklärt die 18-Jährige ihre Begeisterung für das wissenschaftliche Arbeiten, das nicht nur bei Jugend forscht, sondern auch im Mathematikstudium gefragt ist.


Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.

Pressekontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Una Großmann, Pressesprecherin
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 0
Fax: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 11
E-Mail: info@izmf.de
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