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Forschungsergebnisse
 
Bewertung der SSK
 
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Forschungsergebnisse
In ersten Experimenten zu dieser Fragestellung zeigte v. Klitzing 1995 einen Einfluss gepulster Hochfrequenzfelder auf das so genannte Alpha-Frequenzband des spontanen EEG. Dabei handelte es sich allerdings um kein Signal, wie es beim GSM-Mobilfunkstandard verwendet wird. Eine Forschergruppe um Reiser führte im selben Jahr ein Experiment durch, bei dem die Energie der Hirnaktivität im so genannten Frequenzband Beta 1 unter Einwirkung von GSM-Signalen verändert war.

Hietanen und andere konnten 2000 in einem Versuch nur bei 1 von 19 Testpersonen eine Energieveränderung in einem der Frequenzbänder nachweisen. Da es sich dabei um keine unnormale Veränderung im EEG handelte, wurde dies als statistischer Zufall gewertet. Die Forschungsgruppe um Freude zeigte in zwei Untersuchungen von 1998 und 2000 eine abschwächende Wirkung elektromagnetischer Felder von Mobiltelefonen des GSM-Standards auf die Fähigkeit, komplexe visuell-motorische Aufgaben zu lösen. Die Wissenschaftler messen diesem Effekt allerdings keine gesundheitliche Bedeutung bei.

In einer Reihe weiterer Studien konnte dagegen keinerlei Einfluss elektromagnetischer Felder auf das Ruhe-EEG nachgewiesen werden. Zu diesem Ergebnis kamen etwa die Untersuchungen von Röschke und Mann 1997, die Studie der Forschergruppe um Splitter 1997 sowie Krafzcyk 1998. In diesen Wiederholungsstudien wurde zudem der Einfluss etwa auf die Wachheit untersucht. Dabei konnte jedoch keine Wirkungen durch die elektromagnetischen Felder festgestellt werden. Die Gruppen von Mann sowie von Wagner analysierten ferner auch den möglichen Einfluss von Mobilfunkfeldern auf das Schlaf-EEG. Auswirkungen auf den Schlaf konnten dabei sowohl bei verschiedenen Expositionsquellen als auch bei unterschiedlichen Feldstärken nicht festgestellt werden.
Bewertung der SSK
In ihrer zusammenfassenden Bewertung des Forschungsstandes hat die Strahlenschutzkommission (SSK) im September 2001 festgestellt, dass die bisher vorliegenden „Experimente zu Ruhe-EEGs eher gegen eine Beeinflussung der spontanen Hirnaktivität“ sprechen. Da die bei komplizierteren Versuchsanlagen beschriebenen Veränderungen bislang noch nicht wiederholt beziehungsweise bestätigt worden seien, bestehe die Notwendigkeit für weitere Untersuchungen (SSK-Empfehlung, September 2001).

 
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