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Wie hat sich der Mobilfunk in Deutschland entwickelt?
 
Der Erfinder des Telefons kommt aus Deutschland
 
A-Netz: das größte öffentliche Mobilfunknetz der Welt
 
B-Netz: Das Fräulein vom Amt wird abgelöst
 
C-Netz: Erstmals eine bundesweit einheitliche Vorwahl
 
D-Netz: Der Startschuss für den digitalen Mobilfunk fällt
 
UMTS: Mit einem Klick von unterwegs ins Internet
 
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D-Netz: Der Startschuss für den digitalen Mobilfunk fällt
Mit dem C-Netz endete im Jahr 2000 die Ära des analogen Mobilfunks. Das Zeitalter des digitalen Mobilfunks hatte mit dem Probebetrieb des ersten digitalen Netzes im Juli 1991 begonnen. Vorreiter waren mit D1 die Deutsche Telekom und wenig später der private Mitbewerber Mannesmann Mobilfunk mit „D2-Privat“. Den Vollbetrieb nahmen beide D-Netze im Sommer 1992 auf – der unaufhaltsame Siegeszug der Mobiltelefonie in Deutschland begann. Möglich machte dies der neue GSM-Mobilfunkstandard (Global System for Mobile Communications), der die Telefone erstmals klein und handlich machte, was sich in Deutschland bald in der kreativen Sprachschöpfung „Handy“ für die Mobiltelefone niederschlug.

Obgleich die ersten GSM-Handys noch 2.500 bis 3.200 Mark kosteten und die Minutengebühren zunächst bei über 1,50 Mark lagen – plus Monatsgebühren von rund 75 Mark – konnten die ersten Anbieter D1 und D2 schnell mehrere 100.000 Kunden gewinnen. Im Sommer 1994 begann E-Plus als weiterer privater Netzbetreiber mit dem Betrieb eines GSM 1800 Megahertz-Netzes (E1). Im Oktober 1998 ging schließlich auch das E-Netz (E2) von VIAG Interkom (heute O2) an den Start.

Heute spielt die Unterscheidung zwischen D- und E-Netzen keine praktische Rolle mehr, da alle deutschen Mobilfunknetzbetreiber inzwischen Frequenzen sowohl im 900 Megahertz- als auch im 1800 Megahertz-Bereich zur Versorgung ihrer Kunden verwenden können. Moderne Handys „verstehen“ heute nicht nur diese beiden hier zu Lande gebräuchlichen GSM-Frequenzen, sondern auch die in den USA und Kanada gebräuchlichen Frequenzbänder (1.900 und 850 Megahertz). Man bezeichnet diese Handys daher auch als Tri- oder Quadband-Handys.
UMTS: Mit einem Klick von unterwegs ins Internet
Mit der rasant wachsenden Nachfrage nach Mobilität beim Telefonieren nahm auch das Interesse an mobilen Datendiensten schnell zu. Mit heute mehr als 20 Milliarden, von Mobilfunknutzern allein in Deutschland, jährlich verschickten SMS - Kurznachrichten ist dieser Datendienst das beste Beispiel dafür, wie die neue Technologien das Kommunikationsverhalten verändern. Doch wirklich mobil wurden Daten erst mit dem Start der dritten Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) im Jahr 2004.

UMTS bringt mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 384 kbit/s erstmalig das mobile Internet in die Westentasche oder auf den Laptop. Anschaulich wird dies beim Blick auf die Übermittlung eines Farbbildes von nur 72 KB. Bei GSM dauert diese noch etwa eine Minute – mit UMTS ist das Bild in nur 1,6 Sekunden gesendet.

Wer heute unterwegs mit dem Laptop arbeitet, kann mit einer UMTS-Datenkarte oder einem UMTS-Handy als Modem wie im Büro oder zu Hause im Internet surfen oder eine gesicherte Verbindung zum Firmennetzwerk aufbauen. Videotelefonie, das Laden von Filmen, Musikstücken oder Stadtplänen sind weitere neue Anwendungen, die UMTS-Handys möglich machen.

Dass damit die Entwicklung schneller und leistungsstarker mobiler Datendienste noch längst nicht abgeschlossen ist, zeigen Weiterentwicklungen von UMTS wie HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), die jedoch noch nicht überall verfügbar sind.

 
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