Bei einem Notfall muss es schnell gehen. Oft entscheiden wenige Minuten über Tod oder Leben. Das Handy bietet in einer solchen Situation die Sicherheit, Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr umgehend alarmieren zu können. Schon heute erfolgen in Deutschland über zehn Millionen Notrufe pro Jahr von einem Mobilfunktelefon aus.
Für viele ist es ein Alptraum: Die Autopanne in einer einsamen Gegend oder die Verletzung beim Sturz vom Fahrrad im Wald. Pech, wenn dann auch noch das Handy kein Netz des eigenen Mobilfunkbetreibers anzeigt. Doch für diesen Fall haben die Mobilfunkbetreiber vorgesorgt: Wer in sein Handy die Notrufnummer 112 eingibt, wird umgehend kostenfrei mit der nächstgelegenen Rettungsleitstelle verbunden - notfalls auch über das Netz eines anderen Betreibers. Selbst ohne Vertrag, Betreiberkarte oder Guthaben kann ein Notruf über die 112 abgesetzt werden - ohne dass eine PIN-Nummer eingegeben werden muss. Auf Autofahrten, Ausflügen und alpinen Touren sollte das Handy deshalb ständiger Begleiter sein. Selbst in entlegenen Gegenden, zum Beispiel in den Bergen, wo eine vollständige Mobilfunknetzversorgung nicht immer garantiert ist, funktioniert das Handy noch als mobile Notrufsäule. Was viele nicht wissen: Die 112 ist die weltweit einheitliche Notrufnummer in allen GSM-Netzen – sie funktioniert also auch auf Reisen im Ausland. Nationale Notrufnummern wie die in Deutschland gebräuchliche Rufnummer 110 funktionieren nur mit eingelegter SIM-Karte; auch hier werden die Anrufe zur nächstgelegenen Polizei- oder Rettungsleitstelle weitervermittelt. Mit der Rufnummer 22 22 22 erreicht man aus allen Mobilfunknetzen die Leitstelle des ADAC (nicht kostenfrei).
Eine Besonderheit bildet die für vor allem für alle Wassersportler wichtige Notrufnummer 124 124: Anrufe werden im küstennahen Bereich der Ost- und Nordsee aus allen Netzen direkt an die Seenotleitung zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen weitergeleitet (nicht kostenfrei).
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