Jugend forscht: Sonderpreis Mobilfunk geht an Rostocker Schüler
IZMF | 14.03.2008
Am Anfang von vielen Erfindungen steht die Bequemlichkeit des Erfinders. Dies gilt auch für den Mathematikassistenten "Lophan Mobile", den die Rostocker Abiturienten Konrad Mohrfeldt, Felix Kasten und Nina Sartorius entwickelt haben. Für ihre mobile Lernsoftware haben die Schüler des Gymnasiums Reutershagen am Mittwoch den Sonderpreis Mobilfunk erhalten. Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) lobt den Preis seit 2006 im Rahmen von Jugend forscht aus. Ausgezeichnet werden herausragende Projekte im Themenfeld Mobilfunk. Die diesjährigen Gewinner aus Mecklenburg-Vorpommern können sich über eine Geldprämie und eine Einladung zur feierlichen Preisverleihung nach Berlin freuen.
Ein Mathelexikon mit wichtigen Grundbegriffen, Kopfrechentrainer und ein Programm zur automatischen Formelberechnung – auf diese Dienste können Handynutzer zurückgreifen, wenn sie ein internetfähiges Mobiltelefon besitzen. Der 19-jährige Entwickler Konrad Mohrfeldt bezeichnet das Programm gern als "Faulheitsprogramm": "Die Idee zum Programm ist vor drei Jahren entstanden, als ich keine Lust mehr hatte, immer wieder einen Haufen Hausaufgaben mit demselben Rechenweg zu lösen", erzählt der Abiturient. Später haben die Schüler ihr PC-Programm zur Lernsoftware weiterentwickelt und schließlich auch eine Version für die Nutzung per Mobiltelefon erstellt. "Das Handy ist ein Medium, das viele Jugendliche immer dabei haben", so Mohrfeldt. "Ob an der Bushaltestelle, im Zug, auf dem Schulhof oder zuhause, mit dem Programm können Schüler überall ihre mathematischen Fähigkeiten trainieren."
Auf dem Landeswettbewerb von Jugend forscht in Schwerin haben die Preisträger viel Lob für ihr Programm erhalten. Sie nehmen auch einige Anregungen mit nach Hause, wie das Programm erweitert werden kann und planen beispielsweise den Einbau einer Zeichenfunktion. Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF, freut sich über den Forschergeist der Jugendlichen: "Unsere Preisträger haben einen langen Atem bewiesen und ihre Idee kontinuierlich weiterentwickelt. Genau diese wissenschaftliche Neugier im Umgang mit Mobilfunk wollen wir mit unserem Sonderpreis fördern."
In Zukunft wollen die Jugendlichen weiter wissenschaftlich Arbeiten: Konrad Morfeldt plant ein Studium im technischen Bereich. Felix Kasten möchte Mathematik auf Lehramt studieren. Nina Satorius strebt ein Psychologie-Studium an. Auch sie konnte bei der Entwicklung des Mathematikassistenten vorab wichtige Erfahrungen machen. Denn die Schüler haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie ihr Programm nutzerfreundlich gestalten können. Dabei war auch psychologisches Gespür gefordert.
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.
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