Jugend forscht: Sonderpreis Mobilfunk geht an Jugendliche aus NRW
IZMF | 07.04.2008
Kabellos im Internet zu surfen, liegt im Trend. Nicht nur viele Privathaushalte nutzen die WLAN-Technologie, es gibt sie auch in Cafés, als so genannte Hotspots. Einziger Nachteil der kabellosen Übertragung: WLAN eignet sich nur für kurze Distanzen. Michael Thiel und Guido von Rudorff aus Steinfurt haben eine Lösung für dieses Problem erarbeitet. Für ihre Antenne erhielten sie den Sonderpreis Mobilfunk. Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) lobt den Preis seit drei Jahren aus. Er wird im Rahmen der Landeswettbewerbe von Jugend forscht an herausragende Projekte im Themenfeld Mobilfunktechnologie vergeben.
Die Datenübertragung über das WLAN-Netz war den Abiturienten des Gymnasiums Borghorst zu langsam. Außerdem störten sich die Bastler an der kurzen Reichweite des Netzwerks. Deshalb entwickelten Michael Thiel und Guido von Rudorff eine bewegliche Antenne, die sich an jedem beliebigen Ort aufstellen lässt. Um den Empfangsradius zu erweitern, haben sie die Antenne so konstruiert, dass sie sich automatisch auf die bestmögliche Empfangsposition ausrichtet. Dies geschieht über eine Computersoftware, die die Schüler selbst entwickelten. Die Antenne ist an eine handelsübliche WLAN-Karte angeschlossen. "Auf freier Fläche können wir mit unserer Richtantenne einen Empfangsradius von mindestens 18 Kilometern erreichen", sagt Michael Thiel. "WLAN-Empfänger haben dagegen nur eine Reichweite von etwa 300 Metern." Der von den Nachwuchsforschern entwickelte Prototyp ist mit einem Durchmesser von 1,80 Metern etwas zu groß für einen häufigen Außeneinsatz. "Unser nächstes Ziel ist es, die Antenne zu miniaturisieren", sagt Michael Thiel.
"Mit dem Sonderpreis Mobilfunk wollen wir junge Menschen motivieren, sich wissenschaftlich mit der Mobilfunktechnologie auseinanderzusetzen", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. "Dabei sind wir selbst beeindruckt, wie kreativ die Jugendlichen die Technologie in ihren Forschungsprojekten einsetzen." Das vorliegende Projekt zeige, dass die Anwendungsmöglichkeiten moderner Datenübertragungstechnologien noch längst nicht ausgeschöpft seien.
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.
Pressekontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e. V.
Una Großmann
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 0
Fax: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 11
E-Mail: info@izmf.de
Jugend forscht: Innovative Mobilfunkprojekte gesucht Ob handygesteuerte Roboter oder Katzenfütterungsanlagen – der Wissenschaftsnachwuchs des Wettbewerbs Jugend forscht hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Mobilfunk ein spannendes Forschungsfeld ist. Mehr...
Schleswig-Holstein Vergangene Woche konnte die Jury von Jugend forscht gleich zwei Forschungsarbeiten aus Schleswig-Holstein mit dem Sonderpreis Mobilfunk auszeichnen. Mehr...
Niedersachsen I Jugendliche ruinieren durch ihre Ausdrucksweise die deutsche Sprache. Dieses häufige Vorurteil war der Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt von Barbara Michalski aus Hildesheim. Mehr...
Niedersachsen II Jedes Jahr melden etwa 400.000 Fahrradbesitzer ihren Drahtesel als gestohlen. Nachdem auch das Rad seiner Großmutter gestohlen worden war, wollte der 14-jährige Henning Dieterichs vom Braunschweiger Lessing-Gymnasium Fahrräder sicherer machen. Mehr...
Mecklenburg-Vorpommern Am Anfang von vielen Erfindungen steht die Bequemlichkeit des Erfinders. Dies gilt auch für den Mathematikassistenten "Lophan Mobile", den die Rostocker Abiturienten Konrad Mohrfeldt, Felix Kasten und Nina Sartorius entwickelt haben. Mehr...
Thüringen Spätestens seit den Gammelfleisch-Skandalen ist klar: Je schneller Viren, Bakterien oder Mikroorganismen untersucht werden können, desto besser. Martin Fritzsche und Markus Keil aus Jena haben mit der Entwicklung einer drahtlosen Funkvernetzung für Geräte zur DNA-Sensorik dazu beigetragen, dass biologische Analysen in Zukunft direkt vor Ort gemacht werden können. Mehr...
Saarland Neugier ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Forscherkarriere. Dies haben Bastian Waschbusch und Matthias Peter vom Gymnasium am Stadtgarten in Saarlouis bewiesen. Für ihr Forschungsprojekt haben die Jugendlichen am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Nicolas Frank zum zweiten Mal den Sonderpreis Mobilfunk gewonnen. Mehr...
Brandenburg DVD-Player, Stereoanlage oder Radio – viele elektronische Geräte lassen sich nicht vollständig ausschalten, wenn sie am Stromnetz hängen. Im Standby-Modus verbrauchen sie oftmals unnötig Energie. Drei Jugendliche aus Brandenburg waren der Meinung, dass das nicht sein muss. Mehr...
Bayern Im Physikunterricht der Oberstufe lernen Schülerinnen und Schüler, wie lange Kugeln brauchen, um eine schiefe Ebene herunterzurollen.
Ludwig Frühschütz aus Bad Bayersoien hat ein System entwickelt, mit dem die Kugeln keinen Anstoß von außen brauchen, sondern sich selbst bewegen. Mehr...
Berlin Mehr als die Hälfte der Menschen, die von Schneemassen verschüttet werden, sterben in der Lawine. Die größten Überlebenschancen für Verunglückte bestehen dann, wenn innerhalb von 15 Minuten die Rettung erfolgt. Die Erfindung von Marvin Schneider, Jean-Luc Neumann und Robert Martin aus Berlin trägt dazu bei, die Rettungschancen von Lawinenopfern zu erhöhen. Mehr...
Rheinland-Pfalz Wie wirken sich niederfrequente Felder, wie sie Computer, DVD oder Radiowecker erzeugen, auf das Verhalten von Mehlwürmern aus? Mit dieser Forschungsfrage beschäftigte sich Janina Schweitzer aus Bendorf. Mehr...
Sachsen Eltern haben oftmals Angst, dass ihrem Nachwuchs auf dem Schulweg etwas zustoßen könnte. Hannes Heinel aus Chemnitz entwickelte einen Schulranzen, der besorgten Eltern Sicherheit gibt. Mehr...
Hessen Ob im Theater, während eines Vortrags oder im Kino – es gibt Situationen, da sind Mobiltelefone fehl am Platz. Jedoch lässt sich kaum überprüfen, ob jemand ein angeschaltetes Handy bei sich trägt. Christopher Battenhausen, Daniel Thürck und Johannes Tasch von der Grimmelshausenschule in Gelnhausen konnten hier Abhilfe schaffen. Mehr...
Jugend forscht: Kreative Mobilfunkprojekte ausgezeichnet Ein Fahrradschloss mit elektronischer Diebstahlsicherung, ein Handydetektor und ein mobiler Mathetrainer – das sind drei von insgesamt 14 Jugend forscht-Projekten, die in diesem Jahr mit dem Sonderpreis "Mobilfunk – Anwendungen und Auswirkungen mobiler Kommunikation" des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF) ausgezeichnet wurden. Mehr...