Studien und Umfragen zum Thema Gesundheit & Umwelt
Titel
Autor/Quelle
Datum
Ergebnis/Beschreibung
Studie: INTERPHONE-Studie
WHO / WHO
Mai 2010
In der von der WHO koordinierten INTERPHONE-Studie wurde kein Zusammenhang festgestellt zwischen Handynutzung und dem Risiko, an einem Tumor im Kopfbereich zu erkranken. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "The International Journal of Epidemiology" hervor. Sie basiert auf der kombinierten Datenanalyse einer in verschiedenen Ländern durchgeführten bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie zu den häufigsten Hirntumorarten, Gliomen und Meningeomen. Nach Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO, IARC, bestätigt die INTERPHONE-Studie damit eine Vielzahl von bereits vorliegenden Studien. Auch die 2009 veröffentlichten Bewertungen des wissenschaftlichen Beratungsgremiums der EU "SCENIHR" und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) kommen zu diesem Ergebnis.
Umfrage: Elektromagnetische Felder kaum Grund zur Sorge
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
April 2010
Im Vergleich zu anderen potentiellen gesundheitlichen Risiken ist die Besorgnis der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern gering. Das ergab eine Studie aus dem Jahr 2009 des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS). Die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Bevölkerung, der sich im Hinblick auf hochfrequente elektromagnetische Felder des Mobilfunks als besorgt (etwa 31 Prozent) oder gesundheitlich beeinträchtigt (etwa zehn Prozent) beschreibt, 2009 im Vergleich zu Studien der Vorjahre nahezu unverändert geblieben ist.
Studie: Laiengerechte Kommunikation in der Forschung zu elektromagnetischen Feldern
Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF)
Januar 2010
Die laiengerechte Kommunikation von wissenschaftlichen Unsicherheiten in der Forschung zu elektromagnetischen Feldern ist das Thema einer Studie des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms. Die Zwischenberichte der Forscher zur Studie enthalten Analysen verschiedener Strategien der Risikokommunikation und Kommunikationsempfehlungen. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand die Frage, wie verbleibende Unsicherheiten kommuniziert werden können, ohne die Besorgnis der Öffentlichkeit zu vergrößern oder das Vertrauen in die Wissenschaft zu minimieren.
Jahresbericht schwedischer Experten zu elektromagnetischen Feldern
Expertengruppe für elektromagnetische Felder der Schwedischen Strahlenschutzbehörde (SSM)
Dezember 2009
Bei einer Mobilfunknutzung von bis zu zehn Jahren zeigen aktuelle Studien kein erhöhtes Risiko, an einem Tumor im Kopfbereich zu erkranken. Auch in Bezug auf die elektromagnetischen Felder von Sendemasten bewerten es die Experten als unwahrscheinlich, dass das Leben in der Nähe eines Sendemastens ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich bringt. Das geht aus einem Bericht der unabhängigen Expertengruppe für elektromagnetische Felder der Schwedischen Strahlenschutzbehörde (SSM) hervor.
Studie: Hirntumoren in nordeuropäischen Ländern und Mobilfunk
Dänische Gesellschaft für Krebsbekämpfung, Journal of the National Cancer Institute (Bd. 101, S. 1721)
Dezember 2009
In den ersten fünf bis zehn Jahren seit Beginn der Handy-Ära hat sich die Zahl von Hirntumoren in den nordeuropäischen Ländern nicht erhöht. Das ergab eine Auswertung der dänischen Gesellschaft für Krebsbekämpfung, in der 60.000 Fälle von Hirntumoren in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden von 1973 bis 2003 untersucht wurden. Die jährliche Erkrankungsquote blieb auch zum Ende des Untersuchungszeitraums, als der Gebrauch von Handys bereits deutlich zugenommen hatte, stabil.
Forschungszentrum Jülich, "Kindergesundheit und Hochfrequenz- exposition" (Children’s health and RF EMF exposure)
Dezember 2009
Nach Meinung von Experten des Forschungszentrums Jülich gibt es aus wissenschaftlicher Sicht derzeit keine Hinweise, dass Mobilfunkfelder die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen beeinträchtigen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht "Kindergesundheit und Hochfrequenz- exposition" (Children's health and RF EMF exposure). Er fasst den derzeitigen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Thema zusammen.
Landesbehörden Dänemarks, Finnlands, Islands,
Norwegens und Schwedens
November 2009
Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, dass elektromagnetische Felder in den derzeit genutzten Feldstärken negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Stellungnahme der zuständigen Landesbehörden aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Die nordischen Behörden ziehen daraus die Schlussfolgerung, dass derzeit keine weiteren Maßnahmen zur Reduzierung elektromagnetischer Felder getroffen werden müssen.
Stellungnahme zur Frage möglicher Wirkungen hochfrequenter und niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf Tiere und Pflanzen
Bundesamt für Strahlenschutz
23. Oktober 2009
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat seine Stellungnahme aus dem Jahr 2008 zu elektromagnetischen Feldern und deren Wirkung auf Tiere und Pflanzen aktualisiert In der neuen Stellungnahme werden die neuesten Erkenntnisse zum Thema zusammengefasst und bewertet.
ICNIRP: Bericht zum Thema Mobiltelefone und Tumorrisiko
Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP)
Juli 2009
Eine Veröffentlichung des ICNIRP-Unterkomitees "Epidemiologie" analysiert die bislang publizierten epidemiologischen Erhebungen zum Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen im Kopfbereich und der Handynutzung. Der Bericht geht auch auf die methodischen Herausforderungen in diesen Studien ein.
ICNIRP: Bericht zu den Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern
Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP)
Juli 2009
Die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) hat einen Bericht zum wissenschaftlichen Forschungsstand in Bezug auf elektromagnetische Felder veröffentlicht. Die Beiträge werten aktuelle Studien zu Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern aus. Im Fokus der Analysen stehen insbesondere Studien zur Bedeutung von elektromagnetischen Feldern für die Gesundheit, die nach 1998 durchgeführt und veröffentlicht wurden.
Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) / IT'IS Foundation
März 2009
Die Studie der IT'IS Foundation untersucht die Absorption elektromagnetischer Felder im Kopfbereich von Mobiltelefonbenutzern und geht insbesondere auf Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen ein. Aus den Ergebnissen der Studie ergibt sich kein Handlungsbedarf im Sinne einer Absenkung der Grenzwerte. Weiteren Forschungsbedarf sehen die Forscher in Bezug auf Langzeitwirkungen auch bei Kindern.
Niederländisches Komitee für Elektromagnetische Felder (EMF)
Februar 2009
Das niederländische Komitee hat die 5. Aktualisierung ihres Berichts über elektromagnetische Felder (EMF) publiziert.Neben einem Überblick über die 2007/2008 veröffentlichten Beratungsreports behandelt der Bericht als Schwerpunktthemen den Einfluss hochfrequenter EMF auf die Hirnaktivitäten und das Verhältnis von Exposition in solchen Feldern zum Auftreten von Symptomen.
Abschlussbericht SCENIHR zu elektromagnetischen Feldern
SCENIHR (Wissenschaftlichen Ausschuss für neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken)
19. Januar 2009
Nach Auswertung aktueller Forschungsergebnisse gibt es keine Hinweise auf Gesundheitsrisiken durch hochfrequente elektromagntische Felder. Zu dieser Bewertung kommt das europäische Fachgremium SCENIHR in seiner aktuellen Stellungnahme zu möglichen Effekten von elektromagnetischen Feldern. Für eine in der öffentlichen Diskussion verschiedentlich geforderte Absenkung der Grenzwerte gibt es somit nach Meinung der Experten keine wissenschaftliche Begründung.
Studie: Kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und Augenkrebs
Universitätsklinikum Halle (Saale)
14. Januar 2009
Die Nutzung von Mobiltelefonen erhöht nicht das Risiko, an Augenkrebs zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie der Medizinischen Fakultäten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Duisburg-Essen, die in der Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlicht wurde. Ein Zusammenhang zwischen der Handynutzung der Studienteilnehmer in einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren und Augenkrebs konnte nicht nachgewiesen werden.
Abschlussbericht: Kein Einfluss von Mobilfunk auf das Wohlbefinden bei Kindern und Jugendlichen
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) / Ludwigs-Maximilian-Universität
12. Januar 2009
Elektromagnetische Felder haben laut Bundesamt für Strahlenschutz in einer Studie keinen Einfluss auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen gezeigt. Das Amt hatte bei der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. In der Studie ist erstmals die tatsächliche Mobilfunkbelastung bei Kindern und Jugendlichen über einen Zeitraum von 24 Stunden individuell gemessen und zeitgleich ihr Wohlbefinden abgefragt worden, teilte das BfS mit.
Allgemeinverständliche Informationen zu elektromagnetischen Feldern
Wissenschaftlicher
Ausschuss "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken"
(SCENIHR)
Juni 2008
Ziel der Studie unter Projektleitung der Berliner Charité war, den Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder von Mobilfunkbasisstationen auf die Schlafqualität zu untersuchen. Insgesamt nahmen 397 Personen an der Studie Teil. Die vorliegenden Ergebnisse sprechen gegen eine Beeinflussung der subjektiven und objektiven Schlafqualität auf physiologischer Ebene. Die Studie weist daraufhin, dass nicht die Exposition an sich die Schlafqualität negativ beeinflusst, sondern Bedenken wegen der möglichen gesundheitlichen Folgen, und das auch wenn die Anlage nicht in Betrieb ist.
Die geltenden Grenzwerte bieten ausreichenden Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Wirkungen der hochfrequenten, elektromagnetischen Felder des Mobilfunks. Das ist das Ergebnis des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms, das das Bundesumweltministerium im Juni 2002 in Auftrag gegeben hatte. Demnach haben die über fünfzig Einzelstudien keine Erkenntnisse gebracht, die die geltenden Grenzwerte aus wissenschaftlicher Sicht in Frage stellen. Weiteren Forschungsbedarf sehen die Experten in den Bereichen Langzeitnutzung und in der Frage, ob Kinder empfindlicher als Erwachsene auf elektromagnetische Felder reagieren.
Stellungnahme zum Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm
Strahlenschutz- kommission (SSK)
Mai 2008
Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat eine Stellungnahme zu den Ergebnissen des Deustchen Mobilfunkforschungs- programms veröffentlicht. Ihrer Meinung nach zeigen die Ergebnisse, dass bisherige Befürchtungen über gesundheitliche Risiken nicht bestätigt werden konnten.
Untersuchung der Schlafqualität bei elektrosensiblen Anwohnern von Basisstationen unter häuslichen Bedingungen
Technische Universität Graz/Institut für Krankenhaustechnik
Dezember 2007
Im Rahmen der Studie untersuchten Wissenschaftler der Technischen Universität Graz die Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Sendeanlagen auf die Schlafqualität von Anwohnern. Insbesondere wurden die Auswirkungen einer Vor-Ort-Abschirmung in den Schlafzimmern der Probanden bewertet. Dabei ergab sich kein Hinweis auf gesundheitsschädigende Einflüsse der elektromagnetischen Felder auf den Schlaf.
Das Forschungsprojekt EMFnEAR befasste sich sich von 2004 bis 2007 mit der Untersuchung eventueller Einflüsse von UMTS-Mobilfunknutzung auf das Gehör von Tieren und Menschen. Insgesamt wurden keine schädlichen Einflüsse sowohl von UMTS Mobilgeräten als auch von UMTS-Sendeantennen auf das Gehör gefunden. Daher wird auch keine Empfehlung zur Änderung der Signalstruktur und zur Reduzierung der Sendeleistung abgegeben.
Abschlussbericht: Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Oktober 2007
In den Jahren 2003 bis 2006 hat das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) insgesamt 10.020 Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren in jährlichen repräsentativen telefonischen Erhebungen zu ihrer Bewertung hinsichtlich möglicher Gefahren der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks befragt. Der Abschlussbericht wurde vom Bundesumweltministerium in der Schriftenreihe "Reaktorsicherheit und Strahlenschutz" veröffentlicht.
Abschlussbericht: Bestimmung der realen Feldverteilung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Umgebung von WLAN-Einrichtungen in innerstädtischen Gebieten
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Oktober 2007
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden Immissionsberechnungen und Immissionsmessungen an ausgewählten WLAN- Szenarien durchgeführt. Die erhobenen Immissionen lagen in allen untersuchten Szenarien deutlich unterhalb der Referenzwerte der Ratsempfehlung der Europäischen Union 1999/519/EG.
Ergebnisse des EU-Forschungsprojekts PERFORM-A veröffentlicht
Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
September 2007
Das Fraunhofer ITEM hat die Ergebnisse des europäischen Forschungsprojekt PERFORM-A veröffentlicht. In Versuchen mit Ratten und Mäusen untersuchten Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien, ob hochfrequente Mobilfunkfelder Krebs auslösende oder dessen Bildung unterstützende Effekte aufweisen. In drei von insgesamt vier Teilstudien konnten die Wissenschaftler keine Nachweise für eine negative Wirkung der elektromagnetischen Felder auf das Krebsrisiko finden. In einem vierten Teilprojekt waren Tiere mit einem von den Forschern erzeugten Brustkrebstumor (Mammakarzinom) untersucht worden. Hier konnten marginale Effekte beobachtet werden, die jedoch nicht als repräsentativ eingestuft werden können.
Mobile Telecommunications and Health Research (MTHR) / Quelle
September 2007
Das britische Forschungsprogramm MTHR (Mobile Telecommunications and Health Research) konnte keinen Zusammenhang zwischen Handynutzung und negativen gesundheitlichen Effekten nachweisen. Dieses Fazit zogen Wissenschaftler in einem gerade veröffentlichten Bericht. Demnach zeigt keine der vom MTHR-Programm unterstützten und in Fachmagazinen veröffentlichten Forschungsarbeiten biologische oder negative gesundheitliche Effekte durch die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf.
Unité mixte de recherche épidémiologique et de surveillance transport travail
environnement (INRETS/UCBL/InVS), faculté de médecine / Quelle
September 2007
Die französische Teilstudie des Interphone-Projekts konnte keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko, einen Hirntumor zu bekommen, finden. Bei Langzeit- und Intensivnutzern fanden die französischen Wissenschaftler jedoch Hinweise auf ein erhöhtes Risiko. Die Forscher interpretieren dieses Ergebnis unter Vorbehalt: Aufgrund der geringen Fallzahl in diesem Bereich sei die statistische Aussagekraft der Studie beschränkt. Deshalb sollten die Einzelergebnisse im gesamten Kontext des internationalen „Interphone-Projektes“ überprüft werden. Die französische Untersuchung ist Teil des internationalen Interphone-Projekts, an dem sich insgesamt 13 Länder beteiligen.
Die im Rahmen des finnischen Forschungsprogramms HERMO (Health Risk Assessment of Mobile Communications) durchgeführten Studien haben keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Auswirkungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder gefunden. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprogramm, das im Juni 2004 ins Leben gerufen worden war, umfasste insgesamt dreizehn Forschungsarbeiten, unter anderem zu Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern auf das Nervensystem, die Sinnesorgane und die menschliche Gesundheit allgemein.
Untersuchungen zu Wirkungsmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie C. Funktionen
Universität Rostock / Institut für Zelltechnologie e.V.
September 2007
Im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) haben Wissenschaftler die Auswirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (GSM 1800) auf die Funktion menschlicher Zellen untersucht. Anhand von Zellkulturen untersuchten die Forscher den Einfluss von elektromagnetischen Feldern unterschiedlicher Stärke auf Zellvermehrung, Lebensfähigkeit, Zellzyklus und programmierter Zelltod (Apotptose). Ergebnis der Studie: Es ließen sich keine negativen Auswirkungen des Mobilfunks auf die menschliche Gesundheit nachweisen.
TÜV Nord (EMV Services GmbH) / Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Juni 2007
Die im Zeitraum von April bis Juni 2007 gemessenen elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen in Sachsen liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Das ist das Ergebnis einer landesweiten Messreihe, die der TÜV Nord im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) durchgeführt hat.
Use of mobile phones in Norway and risk of intracranial tumours.
Norwegisches Krebsregister, Institut für bevölkerungsbasierte Krebsforschung/ European journal of cancer prevention: 2007 Apr;16(2):158-64
April 2007
Die norwegischen Wissenschaftler untersuchten, inwiefern die Mobilfunknutzung mit der Entstehung von Gliomen, Meningiom oder akustischen Neuronomen zusammenhängt. Die Studie konnte keine Zusammenhänge feststellen.
Das LFU informiert auf seiner Internetseite über Messungen elektromagnetischer Felder von Mobilfunkstationen in Oberammergau. Einige Bewohner der Gemeinde hatten sich im Herbst 2006 über gesundheitliche Beschwerden beklagt und diese auf die Umrüstung einer Mobilfunkstation im Ort zurückgeführt. Daraufhin führte das LFU verschiedene Messungen durch. Ergebnis der Untersuchungen: Im Freien lagen die Werte selbst in der Hauptstrahlrichtung des Sendemasten unterhalb von fünf Prozent des geltenden Grenzwertes.
Expert Group on Health Effects of Electromagnetic Fields
März 2007
Die irische Regierung hat einen Bericht einer von ihr beauftragten Expetengruppe zu gesundheitlichen Aspekten elektromagnetischer Felder veröffentlicht. Die Expertengruppe kam zu dem Ergebnis, dass bisher keine gesundheitlichen Kurz- oder Langzeiteffekte durch die Exposition mit Mobiltelefonen oder deren Basisstationen gefunden wurden und dass diese Felder keine krebsverursachende Wirkung haben.
Recent Research on EMF and Health Risks. Fourth annual report from SSI’s Independent Expert Group on Electromagnetic Fields, 2006
Schwedische Behörde für Strahlenschutz
März 2007
Die schwedische Strahlenschutzkommission hat Mitte März den Bericht einer unabhängigen Expertengruppe zum aktuellen Forschungsstand auf dem Gebiet gesundheitlicher Wirkungen von nieder- und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (EMF) veröffentlicht. In dem Bericht geben unabhängige Experten eine Bewertung zum aktuellen Forschungsstand im Bereich der EMF.
Grundsätze bei der Ableitung von Emissionsstandards bei gleichzeitig betriebenen Feldquellen
Strahlenschutzkomission (SSK)
Februar 2007
Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat Grundsätze für eine praktikable Umsetzung der ICNIRP-Grenzwerte in den Normenanforderungen für Geräte erarbeitet. Dazu hat die SSK drei Regeln aufgestellt und daraus abzuleitende Maßnahmen empfohlen, die bei Ausschöpfung der Referenzfeldstärkewerte zu einem Drittel und zu zwei Drittel sowie bei Überschreitung von einem Drittel des Basisgrenzwertes gelten sollen. Die Regeln gelten u.a. für Hochfrequenzquellen von drahtlosen Kommunikationsanwendungen, Induktionsöfen und -kochherden sowie Diebstahlwarnanlagen.
Der Bericht vom EMF-Net fasst die Ergebnisse des Workshops zu elektromagnetischer Hypersensivität zusammen, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2004 in Prag veranstaltet hat. Zudem wird der aktuelle Forschungsstand zu Hypersensitivität dargestellt und künftige Prioritäten in der Forschung festgelegt.
Bestandsaufnahme zu EMF-Forschung in zentraleuropäischen Ländern
EMF-Net
Februar 2007
Der Bericht vom EMF-Net fasst die Ergebnisse einer Befragung von vierzehn neuen EU-Mitgliedsstaaten, Beitrittskandidaten und Nicht-EU-Mitgliedsländern zusammen. Die Länder wurden zu ihren Plänen bezüglich der EMF-Forschung, zu Ihrer Beteiligung an EU-Projekten und anderen bilateralen oder nationalen EMF-Forschungen befragt.
Die GSM-Association hat eine Übersicht wichtiger Meilensteine der wissenschaftlichen Forschung zu gesundheitlichen Wirkungen des Mobilfunks zusammengestellt, die für die nächsten Jahre anstehen. Darin enthalten sind beispielsweise die endgültige Veröffentlichung der Interphone-Ergebnisse oder Bewertungen der WHO.
Jahresbericht zu elektromagnetischen Feldern des niederländischen Gesundheitsrats
Niederländischer Gesundheitsrat
Februar 2007
UMTS-Signale haben keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. So lautet das Ergebnis des vierten Jahresberichts zu elektromagnetischen Feldern (EMF). Der Bericht spiegelt den aktuellen Forschungsstand zu elektromagnetischen Feldern wider. Besonders wichtig für die Bewertung des Rats sind die Ergebnisse einer Schweizer Wiederholungsstudie, die eine niederländische Untersuchung zu EMF widerlegt hat. Hier wurden keine Hinweise auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch UMTS gefunden.
Interphone: Mobile phone use and risk of glioma in 5 North European countries.
internationales Interphone-Projekt, in: International Journal of Cancer, Jan 2007
Januar 2007
Großbritannien, Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen haben gemeinsam Teilergebnisse zum internationalen Forschungsprojekt Interphone veröffentlicht. Insgesamt konnte in den einzelnen Länderstudien kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Auftreten von Hirntumoren, den so genannten Gliomen, festgestellt werden. Bei den Langzeitnutzern wurde ein geringfügig erhöhtes Risiko festgestellt, einen Hirntumor an der Kopfseite zu bekommen, an der das Handy nach eigenen Angaben beim Telefonieren gehalten wurde. Die Autoren der Studie interpretieren diese Daten jedoch mit Vorsicht. Sie halten es für möglich, dass dieses Ergebnis auf die subjektive Wahrnehmung der Hirntumor-Patienten zurückzuführen sein könnte. Patienten mit Hirntumoren neigen dazu, die Kopfseite anzugeben, in der sie den Tumor hatten, insbesondere wenn Handynutzung als mögliche Ursache vermutet wird. Aber auch die Angaben zu länger zurückliegendem Telefonierverhalten könnten nach Aussage der Experten fehlerhaft sein.
Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) sorgen sich die Deutschen nur wenig um mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch den Mobilfunk. Wesentlich größer ist dagegen die Besorgnis wegen der Luftverschmutz-
ung oder des Verzehrs von Fleisch unbekannter Herkunft. Von 2.500 telefonisch Befragten zeigten sich 27 Prozent im Hinblick auf die hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks besorgt. 72 Prozent der Studienteil-
nehmer gaben an, gar nicht beunruhigt zu sein.
Das Forschungszentrum für Elektromagnetische Umweltverträglichkeit (femu) der RWTH Aachen gibt in dem Bericht einen Überblick über die Aktivitäten im Jahr 2006. Darin enthalten ist auch eine ausführliche Darstellung des aktuellen Entwicklungsstandes des EMF-Portals.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat einen Überblick über die spezifische Absorptionsrate (SAR) von in Deutschland verkauften Handymodellen auf seiner Homepage aktualisiert. In der Erhebung vom Dezember 2006 sind 814 Geräte von 26 verschiedenen Herstellern aufgenommen.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Umweltbundesamt
Dezember 2006
In empirischen Studien untersuchten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Umwelt-bundesamt das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen. Auf die Frage nach der Gesundheits-
belastung durch Mobilfunksendemasten antworteten 12 Prozent der Befragten mit "sehr stark" und 41 Prozent mit "überhaupt nicht". Alle Ergebnisse der Befragung von 2006 können in einer Broschüre nachgelesen werden. Seit 1996 werden die Studien zum Umweltbewusstsein alle zwei Jahre durchgeführt.
Cellular Telephone Use and Cancer Risk: Update of a Nationwide Danish Cohort
Journal of the National Cancer Institute, Vol. 98, No. 23, 1707-1713, December 6, 2006
6. Dezember 2006
Wissenschaftler des Dänischen Instituts für Krebs-Epidemiologie in Kopenhagen beobachteten in einer groß angelegten Studie mehr als 400.000 Handynutzer teilweise über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Sowohl bei kurzfristiger als auch bei langfristiger Handynutzung konnte kein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt werden. Als Grundlage für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler auch die Daten der Telefonanbieter. Somit konnten sie von einer konkreten Datenbasis ausgehen und mussten sich nicht auf die Erinnerung der Studienteilnehmer stützen.
Kurzbericht vom FGF-Workshop: "Sind Kinder und Jugendliche besonders empfindlich gegenüber hochfrequenten Funkfeldern?"
Forschungsgemeinschaft Funk (FGF)
November 2006
Rund 50 Wissenschaftler nahmen am FGF-Workshop zum Thema Mobilfunk und Kinder/ Jugendliche teil, der vom 27. bis zum 29. November in Stuttgart stattfand. Die Teilnehmer des Workshops vertraten mehrheitlich die Ansicht, dass die bisher vorliegenden Forschungsergebnisse keinen Anlass zur Besorgnis für den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit der Mobilfunktechnik gäben. Da auf manchen Gebieten die Datenlage aber noch unzureichend sei, setzten sich die Wissenschaftler für eine Fortführung der Forschung und mehr internationale Kooperation ein.
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
November 2006
Die Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) konnte keine Belege für eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Feldern (EMF) bei Menschen finden, die sich als elektrosensibel einstufen. Die Wissenschaftler untersuchten mögliche Beeinflussungen oder Wirkungen von EMF auf Menschen. Ihr Fazit: Aufgrund der Ergebnisse lasse sich das Phänomen der "elektromagnetischen Hypersensibilität" nicht auf eine nachweisbare, biologisch begründete Empfindlichkeit gegenüber alltagsüblichen elektromagnetischen Feldern zurückführen.
Institut für Umweltmedizin, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden
Oktober 2006
Wissenschaftler des Karolinska Instituts untersuchten an 172 Erkrankten und 681 Kontrollpersonen, ob die langjährige Benutzung von Mobiltelefonen das Risiko erhöht, an einem Ohrspeicheldrüsen-Tumor (Parotis) zu erkranken. Selbst bei über 10-jähriger Nutzung von Mobiltelefonen konnten die Forscher keine Hinweise dafür finden, dass sich das Erkrankungsrisiko erhöht.
Thüringen: Messaktion zu elektromagnetischen Feldern im Wohngebiet
Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG)
September 2006
In einer Untersuchung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) wurden im Herbst 2006 in zwei Wohngebieten in Gera und Jena die Stärke der hochfrequenten elektromagnetische Felder (EMF) ermittelt. Als wichtigstes Ergebnis der Untersuchungen stellt die Landesanstalt fest, dass die frequenzabhängigen Grenzwerte der 26. BImschV bei den flächendeckenden Messungen weit unterschritten wurden. Im Durchschnitt lagen die Felder unter 0,4 V/m, was bei 900 MHz einer Ausschöpfung des Grenzwertes von einem Prozent entspricht.
HSP27 phosphorylation increases after 45°C or 41°C heat shocks but not after non-thermal TDMA or GSM exposures
Fachbereich für Radioonkologie, Medizinische Fakultät der Washington Universität, St Louis
September 2006
Die Wissenschaftler untersuchten in der Studie unter anderem, ob durch nicht-thermische Hochfrequenz-Exposition Veränderungen in der Hitzeschock-Protein 27 (HSP27)-Phosphorylisierung bei menschlichen Zelllinien herbeigeführt werden können. Die Exposition bei 900 MHz, der Stärke von GSM-Frequenzen, führte zu keinen signifikanten Unterschieden bei den Hitzeschock-Protein 27 (HSP27)-Phosphory-
lisierungen.
Genotoxic effects of exposure to radiofrequency electromagnetic fields (RF-EMF) in cultured mammalian cells are not independently reproducible.
Abteilung Humangenetik, Universität Ulm
September 2006
Forscher der Universität Ulm konnten bei einer Replikationsstudie die Ergebnisse einer an der Universität Wien durchgeführten Teilstudie des REFLEX-Projekts nicht bestätigen. Die im Rahmen des durch die EU finanzierten REFLEX-Projekts erstellte Teilstudie hatte DNA-Schädigungen bei einer intermittierenden Exposition von 1800 MHz und einem SAR-Wert von 2 W/kg festgestellt. In der Ulmer Studie konnten Forscher keinerlei DNA-Schädigungen nachweisen, obwohl sie einen identischen Versuchsaufbau benutzten - mit den gleichen Zellen, der gleichen Ausrüstung und unter gleichen Expositionsbedingungen.
Im Jahresbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz wird der Stand der Forschung im Rahmen des Deutschen Mobilfunkprogramms (DMF) zusammengefasst. U.a. werden die Ergebnisse von 15 bereits abgeschlossenen Studien aus dem insgesamt 50 Studien umfassenden Programm präsentiert.
UMTS Base Station-Like Exposure, Well Being and Cognitive Performance
Sabine J. Regel, Sonja Negovetic, Martin Röösli, Veronica Berdiñas, Jürgen Schuderer, Anke Huss, Urs Lott, Niels Kuster, and Peter Achermann
06.06.2006
In der Schweiz ist das Ergebnis der Replikation einer Studie des niederländischen TNO-Instituts (TNO-Studie) zu den Auswirkungen von UMTS-Mobilfunkfeldern auf das menschliche Wohlbefinden veröffentlicht worden. Die Wissenschaftler haben dabei keinen negativen Einfluss der elektromagnetischen Felder (EMF) einer UMTS-Mobilfunkbasisstation auf das Wohlbefinden und die Gehirnleistung nachweisen können.
Ziel der Studie war die Entwicklung von Mess- und Berechnungsverfahren, die geeignet sind, die örtliche und zeitliche Verteilung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Umgebung von UMTS-Sendeanlagen zu ermitteln und so die tatsächliche Exposition von Personen im Umfeld dieser Anlagen zu bestimmen und zu bewerten. Die Messungen ergaben unterschiedliche Expositionswerte. Der überwiegende Teil der Ergebnisse lag unter einem Prozent vom Grenzwert. Maximal wurden etwa 8,4 Prozent gemessen.
Immissionsschutz-Messungen (Mobilfunk) in Thüringen: Messbericht und gutachterliche Stellungnahme
TÜV Nord (EMV Services GmbH) / Informationszentrum Mobilfunk e.V.
17.05.2006
Die im Zeitraum vom 15.03.2006 bis zum 29.03.2006 gemessenen elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen in Thüringen liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Das ist das Ergebnis einer landesweiten Messreihe, die der TÜV Nord im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) durchgeführt hat.
Mobile phone use and risk of acoustic neuroma: results of the Interphone case-control study in five North European countries
M.J. Schoemaker, A.J. Swerdlow, A. Ahlbom, A. Auvinen etc.
30.08.2005
Die fünf Länder Dänemark, Finnland, Großbritannien, Norwegen und Schweden haben ihr erstes gemeinsames Zwischenergebnis im Rahmen des Interphone-Projekts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. In dem Zwischenbericht werden die Teilstudien von fünf verschiedenen Forschungsinstituten aus den fünf Ländern zusammengefasst.
The Sensitivity of Children to Electromagnetic Fields
Leeka Kheifets, Michael Repacholi, Rick Saunders and Emilie van Deventer, Pediatrics Vol. 116, 2005
August 2005
Eine internationale Autorengruppe hat in einer amerikanischen Fachzeitschrift für Kindergesundheit einen Übersichtsartikel zur Empfindlichkeit von Kindern gegenüber nieder- und hochfrequenten Feldern veröffentlicht. Der mit einigen Hintergrundinformationen ergänzte Artikel beruht auf Diskussionsergebnissen des zugehörigen Workshops der WHO in Istanbul 2004.
Report to the AFSSE on mobile telephony and health
Agence française de sécurité sanitaire environnementale (AFSSE)
Juli 2005
Die französische Behörde für Umweltsicherheit AFSSE erläutert und bewertet in ihrem Bericht aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu eventuellen gesundheitlichen Wirkungen von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks. In Bezug auf Sendemasten sieht sie keine Nachweise für eine Gesundheitsgefährdung, weist aber auf die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen sowie den Dialog mit den Beteiligten hin.
Im Jahresbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz wird der Stand der Forschung im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) zusammengefasst. U.a. werden die Ergebnisse von drei bereits abgeschlossenen Studien aus dem insgesamt 50 Studien umfassenden Programm präsentiert.
Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Feldern (ICNIRP)
Juni 2005
In ihrem Jahresbericht hat die ICNIRP den aktuellen epidemiologischen Wissensstand zu den Effekten von elektromagnetischen Feldern (EMF) auf die Gesundheit erfasst, den methodologischen Hintergrund erklärt und die Notwendigkeit künftiger Forschung konkretisiert. Die Forscher fanden in den ausgewerteten Studien keinen Zusammenhang zwischen einer HF-Exposition und einem direkten schädlichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit.
Electromagnetic hypersensitivity (EHS) and subjective health complaints associated with electromagnetic fields of mobile phone communication a literature review published between 2000 and 2004
H. Seitz, D. Stinner, Th. Eikmann, C. Herr, M. Röösli, Institute of Hygiene and Environmental Medicine, Justus-Liebig-University Gießen, in "Science of The Total Environment"
Juni 2005
Die Studie fasst die wissenschaftliche Literatur zusammen, die zwischen 2000 und 2004 zum Thema elektromagnetische Felder (EMF) des Mobilfunks und elektromagnetische Hypersensitivität (EHS) veröffentlicht wurde. Ergebnis: Es gibt derzeit keinen Nachweis für einen Zusammenhang zwischen Beeinträchtigungen im Wohlbefinden und Mobilfunk.
Immissionsschutz-Messungen (Mobilfunk) in Niedersachsen: Messbericht und gutachterliche Stellungnahme
TÜV Nord (EMV Services GmbH) / Informationszentrum Mobilfunk e.V.
13.06.2005
Die im Zeitraum vom 14.04.2005 bis zum 12.05.2005 gemessenen elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen in Niedersachsen liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Das ist das Ergebnis einer landesweiten Messreihe, die der TÜV Nord im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) durchgeführt hat.
Bewertung der wissenschaftlichen Literatur zu den Risikopotenzialen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks
Forschungszentrum Jülich
Mai 2005
Das neue Gutachten der Programmgruppe "Mensch Umwelt Technik" (MUT) des Forschungszentrums Jülich findet keinen Beleg für Gesundheitsgefährdungen durch Mobilfunkstandorte. 25 Experten aus Deutschland und der Schweiz hatten im Rahmen des Projektes zwischen September 2003 und April 2005 alle bislang erschienene wissenschaftliche Literatur zu dem Problemgebiet bewertet.
Mobile phone health concerns in the telecom industry
imug und EIRIS
Mai 2005
Die Studie untersucht, wie offen europäische Mobilfunkanbieter über die gesundheitlichen Risiken durch Mobilfunk berichten. Die deutschen Anbieter schnitten im Vergleich zu anderen europäischen Unternehmen gut ab.
Ministerium für Umwelt Rheinland-Pfalz, Schütz et. al.
Mai 2005
Beschwerden über Gesundheitsstörungen durch Handys und Mobilfunkanlagen sind weitaus seltener als angenommen. Dies zeigte eine Erhebung des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums. Während das Bundesamt für Strahlenschutz bislang von bis zu sechs Prozent so genannter Elektrosensibler in der Bevölkerung ausging, ergab eine Modell-Studie des Mainzer Ministeriums mit dem Titel "Mainzer EMF-Wachhund" erheblich geringere Betroffenenzahlen.
Der Mobilfunk gefährdet nicht die Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt der Endbericht des Perform B-Forschungsprogramms, das eventuelle Einflüsse des Mobilfunks auf die Gesundheit untersucht hat.
Zielgruppenanalyse zur differenzierten Information über Mobilfunk und Gesundheit
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
April 2005
Die meisten Handynutzer befürchten keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk. Lediglich 30 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen wegen möglicher gesundheitlicher Risiken. Die Angst der Deutschen vor Asbest und Atomkraft zum Beispiel sowie vor den Risiken im Straßenverkehr ist weitaus größer. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie mit dem Titel Zielgruppenanalyse zur differenzierten Information über Mobilfunk und Gesundheit, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter durchgeführt wurde.
No effect on cognitive function from daily mobile phone use
Alain Besset, Fabrice Espa, Yves Dauvilliers, Michel Billiard, René de Seze
Januar 2005
Die Studie untersuchte bei 55 Personen Effekte auf die kognitiven Fähigkeiten bei einer täglichen Exposition durch Mobiltelefone mit einem GSM-Feld von 900 MHz. Ergebnis: 13 Tage nach der Exposition zeigten sich in einer Reihe von neuropsychologischen Tests keine Auswirkungen durch die Mobilfunkfelder.
The Precautionary Principle and Risk Perception: Experimental Studies in the EMF Area
Peter M. Wiedemann, Holger Schütz
Januar 2005
Vorbeugemaßnahmen, die die Verunsicherung der Bevölkerung hinsichtlich elektromagnetischer Felder (EMF) entgegenwirken sollen, können genau das Gegenteil bewirken.
Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 Germany, EM-Institut, IMST
2004
Bei der ersten landesweiten Messung von elektromagnetischen Feldern in Berlin wurden die gesetzlichen Grenzwerte für elektromagnetische Felder weit unterschritten.
Der Bericht der britischen Strahlenschutzbehörde NRPB (National Radiation Protection Board) kommt zu dem Ergebnis, dass nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitlichen Risiken von Handys und Basisstationen ausgehen.
Biologische Wirkung gepulster und kontinuierlicher Höchstfrequenz-(Mikrowellen-)Strahlung auf das Innenohr
Universität Rostock / U. Sievert, H.W. Pau, S. Eggert, S. Goltz
2004
Eine deutsche Arbeitsgruppe der Universität Rostock hat geprüft, ob die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks das Gleichgewichtsorgan im Innenohr messbar beeinflussen.
Ein Teil der Handynutzer klagt über Hautbrennen und Erwärmung der Ohren beim Telefonieren. Eine norwegische Studie hat dazu 12.000 Handynutzer befragt.
Recent Research on Mobile Telephony and Health Risks. Second annual report from SSI's Independent Expert Group on Electromagnetic Fields
Schwedische Strahlenschutzbehörde SSI
Dezember 2004
Die vor zwei Jahren von der Schwedischen Strahlenschutzbehörde SSI eingesetzte international besetzte Expertenkommission für elektromagnetische Felder und Gesundheit hat im Dezember 2004 den zweiten Jahresbericht veröffentlicht.
Alternative Streitbeilegung in der aktuellen EMVU-Debatte
wik-Consult / Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
November 2004
Mediationsverfahren sind nur in sehr beschränktem Maße zur Lösung von Konflikten in der Debatte um die elektromagnetische Verträglichkeit mit der Umwelt (EMVU) geeignet. Das hat eine im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) durchgeführte Studie über alternative Verfahren zur Streitbeilegung (ADR) ergeben.
No effects of GSM-modulated 900 MHz electromagnetic fields on survival rate and spontaneous development of lymphoma in female AKR/J mice
Angela M. Sommer, Joachim Streckert, Andreas K. Bitz, Volkert W. Hansen, Alexander Lerchl
November 2004
Für die Untersuchung wurden Mäuse rund 40 Monate durchgehend einem modulierten GSM-Feld bei 900 MHz und einem SAR-Wert von durchschnittlich 0,4 W/kg ausgesetzt. Im Vergleich zu nicht-exponierten Tieren wiesen die exponierten Mäuse eine etwas erhöhte Gewichtszunahme auf. Es gab jedoch keine Unterschiede bezüglich der Lebensdauer oder der Entstehung von Lymphomen.
The approach of ICNIRP to the protection of children
Paolo Vecchia / World Health Organization
Juni 2004
Studienberichten des WHO-Workshops "Elektromagnetische Felder und Kinder" in Istanbul (9. und 10. Juni 2004) zufolge bestätigen sich Befürchtungen über angebliche Schutzlücken des WHO-Grenzwertkonzepts für Kinder nicht.
Immissionsschutz-Messungen (Mobilfunk) in Hessen: Messbericht und gutachterliche Stellungnahme
TÜV Nord (EMV Services GmbH) / Informationszentrum Mobilfunk e.V.
29.06.2004
Die im Zeitraum vom 12.05.2004 bis zum 04.06.2004 gemessenen elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen in Hessen liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Das ist das Ergebnis einer landesweiten Messreihe, die der TÜV Nord im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) durchgeführt hat.
The Possible Harmful Biological Effects of Low-level Electromagnetic Fields of Frequencies up to 300 GHz IEE Position Statement
IEE
Mai 2004
Die diesjährige Stellungsnahme des IEE stellt fest, dass weiterhin keine belastbaren Beweise für die Schädlichkeit niederfrequenter EMFs bis 300 GHz auf Menschen vorliegen. Bei hochfrequenten magnetischen Feldern bestehe dagegen weiter Forschungsbedarf, um die Bedeutung für die menschliche Gesundheit zu untersuchen.
Influence of RF Fields on the Expression of Stress Proteins
FGF-Workshop
April 2004
Wissenschaftler können keinen Einfluss feststellen. Dies ist das Ergebnis eines FGF-Workshops in Helsinki/Finnland. In Kooperation mit der WHO, der europäischen For-schungsaktion COST 281 und STUK (finnischen Strahlenschutzbehörde) wurden über 40 internationale Experten zusammengebracht, um den Stand der Forschung auf diesem Gebiet zu diskutierten.
Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks - Abschlussbericht über die Befragung im Jahr 2003 -
infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH / Bundesamt für Strahlenschutz
März 2004
Die Untersuchung ergab unter anderem, dass sich der Grad der Besorgnis über potenzielle gesundheitliche Beeinträchtigungen in der Bevölkerung in den vergangenen beiden Jahren nicht signifikant verändert hat.
Cellular phone use does not acutely affect blood pressure or heart rate of humans
Tahvanainen K, Nino J, Halonen P, Kuusela T, Laitinen T, Lansimies E, Hartikainen J, Hietanen M, Linholm H.
Februar 2004
Im Rahmen der Studie wurden die Herzfrequenz und der Blutdruck während und nach einer 35-minütigen Hochfrequenz-Exposition bei den beiden Europäischen Handy-Betriebsfrequenzen (900 und 1800 MHz) gemessen.
Cellular Telephone Use and Risk of Acoustic Neuroma (Teilergebnisse der Interphone-Studie)
Christensen et al. / American Journal of Epidemiology 2004 (Vol. 159, S. 277 ff.)
Januar 2004
Erste Teilergebnisse einer dänischen Forschungsgruppe im Rahmen der so genannten Interphone-Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erbrachten keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem Akustikusneurinom, einem gutartigen Tumor am Hörnerv.
Literaturstudie: Auswirkungen hochfrequenter Felder auf den Menschen
Prof. Dr.-Ing. habil. med. Jiri Silny / Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Dezember 2003
Eine neue Studie mit dem Titel: "Gesundheitsrelevante Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks und anderer neuer Kommunikationssysteme" befasst sich mit der Literatur, die in den letzten zehn Jahren weltweit in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu dem Thema veröffentlicht worden ist.
Immissionsschutz-Messungen (Mobilfunk) in Nordrhein-Westfalen: Messbericht und gutachterliche Stellungnahme
TÜV Nord / EMV Services / Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Dezember 2003
Messungen an mehr als 100 Messpunkten in NRW zeigten, dass die Mobilfunk-Felder minimal sind und deutlich unter den gesetzlich gültigen Grenzwerten liegen. Vier detaillierte Messberichte stellen die Ergebnisse dar, unterteilt in die Großräume Essen, Köln, Bielefeld und Wuppertal.
Großräumige Ermittlung von Funkwellen in Baden-Württemberg
Botronic GmbH / Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Juli 2003
Von Oktober 2001 bis März 2003 wurden an 895 Messpunkten in Baden-Württemberg elektromagnetische Funkwellen (TV, Radio, Funk, Handy) ausgewertet. Das Ergebnis: Die Stärke elektromagnetischer Funkwellen beträgt landesweit im Schnitt lediglich ein Hunderstel des zulässigen Grenzwertes. Die Belastungen durch Mobilfunk-Basisstationen sind minimal.
Schweizer Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)
Juni 2003
Zusammenfassende Bewertung von mehr als 200 Studien zu EMVU. Ergebnis: Neue gesicherte gesundheitliche Effekte im Dosisbereich unterhalb der von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte liegen nicht vor.
Gesundheitliche und ökologische Aspekte bei mobiler Telekommunikation und Sendeanlagen
Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)
Mai 2003
Nach Auswertung einer Vielzahl von Studien kommt der Sachstandsbericht des TAB zu dem Ergebnis, dass bisher kein wissenschaftlicher Nachweis für negative Auswirkungen der elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen und Basisstationen erbracht wurde.
Epidemiologic Studies of Cellular Telephones and Cancer Risk - A Review
J. Boice, J. McLaughlin / SSI-rapporter 16 (2002)
September 2002
Forschungsbericht über epidemiologische Studien zu Mobiltelefonen und Krebsrisiko: Im Ergebnis ergab sich keine erhöhte Wahrscheinlichkeit, durch die Nutzung von Handys an Krebs zu erkranken.
Ergebnisse der bundesweiten repräsentativen Umfrage im Auftrag des BfS zu Befürchtungen und Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Mobilfunk
BfS
09.04.2002
Im Rahmen der Umfrage sagten 35 Prozent der Befragten, dass sie sich wegen der elektromagnetischen Felder von Mobilfunkanlagen, Handys und schnurlosen Telefonen Sorgen machen.
Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik GmbH / Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
18.03.2002
Untersuchung der Immissionen durch Mobilfunkbasisstationen.
Cellular and Cordless telephones and the Risk for Brains Tumours
L. Hardell u. a. / European Journal of Cancer Prevention 11 (2002), S. 377-386
10.03.2002
Im Ergebnis der Studie war bei einer Latenzzeit von fünf Jahren kein erhöhtes Risiko festzustellen, infolge des Gebrauchs von Mobiltelefonen an Hirntumoren zu erkranken.
Hypersensitivity symptoms associated with exposure to cellular telephones: No causal link
M. Hietanen u. a. / Electromagnetics 23.4 (2002), S. 264-70
2002
Die Studie ergab keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und Befindlichkeitsstörungen wie etwa Kopfschmerzen. Die Testpersonen konnten nicht erkennen, ob eine reale elektromagnetische Exposition vorlag.
Umfrage: Baden-Württemberger haben kaum Angst vor Handy-Smog
TA-Akademie / dpa
02.10.2001
Nach einer Untersuchung der Akademie für Technikfolgenabschätzung fühlen sich nur 3,5 Prozent aller Baden-Württemberger persönlich durch Elektrosmog und Handy-Strahlung bedroht.
P. Inskip u. a. / New England Journal of Medicine 344.2 (2001), S. 79-86
2001
Im Ergebnis dieser Studie konnte nicht nachgewiesen werden, dass die gesundheitlichen Gefahren für Personen, die ihr Mobiltelefon 60 oder mehr Minuten pro Tag bzw. regelmäßig über fünf oder mehr Jahre nutzen, höher sind. Die gewonnenen Daten unterstützen daher nicht die Hypothese, dass der Handygebrauch Gehirntumoren verursacht.
No effects of pulsed radio frequency electromagnetic fields on melatonin, cortisol, and selected markers of the immune system in man
K. Radon u. a. / Bioelectromagnetics 22 (2001), S. 280-287
2001
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Konzentration von Melatonin, Cortison, Neopterin und Immunoglobin A (slgA) im Speichel bei der Einwirkung realer bzw. simulierter elektromagnetischer Feldern nicht signifikant unterscheidet.
Cellular Telephones and Cancer - a Nationwide Cohort Study in Denmark
C. Johansen u. a. / Journal of the National Cancer Institute 93.3 (2001), S. 203-207
07.01.2001
Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung lässt sich kein Zusammenhang erkennen zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko, an einem Hirntumor, Leukämie, einem Speicheldrüsentumor oder einem sonstigen bereichsspezifischen Tumor zu erkranken.
Effect of global system for mobile communication (GSM) microwave exposure on blood-brain barrier permeability in rat
K. Fritze u. a. / Acta Neuropathol (Berlin) 94.5 (1997), S. 465-470
1997
Kein Nachweis einer erhöhten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke von Ratten für das Protein Albumin. Bei Intensitäten elektromagnetischer Felder, wie sie bei der Nutzung von Mobiltelefonen auftreten, waren keine Änderungen der Albuminkonzentration im Gehirn der Versuchstiere nachweisbar.
Störfestigkeit von Herzschrittmachern im Frequenzbereich 30 kHz bis 2,5 GHz
H.-J. Meckelburg u. a. / Edition Wissenschaft der FGF 5 (1996)
1996
Beim Telefonieren mit dem Mobiltelefon am Ohr besteht keine Gefahr. Der Herzschrittmacher-Patient sollte das Mobilfunkgerät jedoch nicht eingeschaltet in einer Brusttasche tragen. Zur Bedienung sollte das Gerät in einem Abstand von mehr als 20 cm vom Körper (Schrittmacher) gehalten werden.
Der wissenschaftlicher Ausschuss der Europäischen Kommission "Toxizität, Ökotoxizität und Umwelt" hat am 30. Oktober 2001 in Brüssel eine Stellungnahme über mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder (EMF, Radiofrequenzfelder (RF) und Mikrowellenstrahlung) auf die menschliche Gesundheit vorgelegt. Der Ausschuss kam zu der Schlussfolgerung, dass die in den letzten Jahren verfügbar gewordenen zusätzlichen Informationen keine Revision der Expositionsgrenzwerte in der Empfehlung des Rates rechtfertigen und dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht ausreichend, um eine Alternative vorzuschlagen.
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