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Informationszentrum Mobilfunk fördert schulische Aufklärung über Handygewalt
Lehrfilm "Handygewalt" in Kooperation mit der Polizei entwickelt
IZMF | 23.07.2009
Gewalthandlungen, die mit einem Handy aufgenommen und im Internet oder von Handy zu Handy verbreitet werden, haben sich zu einem bedenklichen Trend unter Jugendlichen entwickelt. Laut der Jugendstudie JIM 2008 haben 28 Prozent der jugendlichen Mobiltelefonbesitzer zwischen 12 und 19 Jahren das Filmen von Prügeleien oder ähnlichen Gewaltszenen mit dem Handy – das so genannte "Happy Slapping" (übersetzt: "Fröhliches Dreinschlagen") – schon einmal mitbekommen. Ein Großteil der Täter ist sich weder der Strafbarkeit ihres Handelns noch des Leids der Opfer bewusst.

Um das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen und pädagogische Maßnahmen gegen Happy Slapping aufzuzeigen, hat das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) in Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes einen Kurzfilm für Schulen erstellt. "Gewaltvideos auf dem Handy sind eine Gefahr für Kinder und Jugendliche, der man entschlossen entgegentreten muss", erläutert Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. "Nachhaltig gelingt das nur durch die Vermittlung von Medienkompetenz, für die sich das IZMF auch mit anderen Projekten, wie beispielsweise dem Schulprojekt Mobilfunk, seit Jahren engagiert."



Der Kurzfilm ist Teil des Medienpakets "Abseits?!", das speziell für den Einsatz in Schulen konzipiert ist und im Juli 2009 in einer Neuauflage veröffentlicht wird. Auf einer DVD werden in insgesamt sechs Episoden verschiedene Formen von jugendtypischen Gewaltphänomenen dargestellt. Der Film "Handygewalt" zeigt exemplarisch einen Übergriff unter Jugendlichen und die möglichen Konsequenzen für Opfer und Täter. Dabei liegt der Schwerpunkt beim Thema Opferschutz. "Ziel der Episode ist es, diesen Übergriffen die vermeintliche Harmlosigkeit zu nehmen sowie für das Leid der Opfer zu sensibilisieren und Unrechtsbewusstsein zu schaffen", erklärt
Dr. Wolf-Dietrich Hammann, Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg und Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes als Herausgeber und Produzent des Medienpakets. Außerdem, so Hammann, werden im Film Handlungsoptionen für die Betroffenen entwickelt und an das
Zeugen- und Helferverhalten bei den Mitschülern appelliert.

Das Medienpaket soll Lehrerinnen und Lehrer bei der Prävention von verschiedenen Formen von Jugendgewalt unterstützen. Ein die DVD ergänzendes Begleitheft enthält Materialien für die Vorbereitung entsprechender Unterrichtseinheiten. Mit Hilfe des Begleitheftes können Missstände thematisiert sowie Regeln und Konsequenzen erarbeitet werden. Das Medienpaket "Abseits?!" wird von der Polizei an Schulen im gesamten Bundesgebiet verteilt. Der Kurzfilm "Handygewalt" steht unter http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/material_gewaltpraevention.php zur Ansicht bereit.
Dort kann man auch das Begleitheft downloaden.

Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern getragen wird.
Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.

Pressekontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Una Großmann, Pressesprecherin
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 23
Fax: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 11
E-Mail: info@izmf.de
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