Engagierte Nachwuchsforscher: Selina Kappel, Melanie Miller und Jannik Göppel haben untersucht, wie Mobilfunkfelder die Herstellung von Alkohol beeinflussen.
Welche Auswirkungen haben elektromagnetische Felder auf den Gärungsprozess von Alkohol? Diese Frage stellten sich Selina Kappel, Melanie Miller und Jannik Göppel von der Realschule Erolzheim. Die Schüler entwickelten ihren eigenen Versuchsaufbau, um der Frage auf den Grund zu gehen.
In ihrem Experiment setzten die Zehntklässler Wasser, Zucker und Hefe in einem Erlmeyerkolben an, um einen alkoholischen Gärungsprozess zu starten. Dann befestigten die Nachwuchsforscher DECT-Telefone beziehungsweise Handys mit Gummibändern am Glasgefäß. Abwechselnd ließen sie die Telefone und Handys sich gegenseitig anrufen. Um herausfinden zu können, ob Mobilfunkfelder tatsächlich den Gärungsprozess beeinflussen, fingen sie den Kohlendioxidausstoß des Hefegemisches in einem Messbecher auf. Das Ergebnis: Während die Schüler bei DECT-Telefonen keinen veränderten CO2-Ausstoß feststellen konnten, beobachteten sie eine Produktionszunahme durch Mobilfunkfelder. Als Ursache vermuten die Nachwuchsforscher eine stärkere Vermehrung der Hefezellen.
Länger als ein Jahr befassten sich die Zehntklässler mit dem Projekt und stellten dabei fest, dass Forschen Spaß machen kann. Grund genug für die beiden Mädchen sich auch weiterhin als Laborantinnen mit chemischen Prozessen auseinanderzusetzen. Jannik Göppel verlässt den Forscherpfad vorerst: Er möchte eine Banklehre machen.