Welche Forschungsvorhaben zum Thema Mobilfunk und Gesundheit gibt es?
Die Europäische Union unterstützt mit Mitteln aus ihrem mit 9,8 Milliarden Euro ausgestatteten 7. Forschungsrahmenprogramms internationale Studien zu Fragen möglicher biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder. Einen Schwerpunkt bilden Projekte, die sich mit langfristiger Handynutzung und möglichen gesundheitlichen Wirkungen befassen. Zu diesem Zweck starteten fünf europäische Länder 2010 die Langzeitstudie „COSMOS“ (Cohort Study of Mobile Phone Use and Health). Mithilfe von bis zu 250.000 Handynutzern sollen über einen Untersuchungszeitraum von 20 bis 30 Jahren die Langzeitwirkung von Mobiltelefonen auf die Gesundheit durchgeleuchtet werden.
Einem ähnlichen Ziel dient die 2009 gestartete MOBI-KIDS-Studie. Sie untersucht die Wirkung elektromagnetischer Felder auf Kinder- und Jugendliche. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden bei dieser Fall-Kontroll-Studie Fälle von Erkrankungen an einem Hirntumor bei jungen Menschen zwischen zehn und 24 Jahren gesammelt und die Handynutzung der Patienten mit der einer gesunden Kontrollgruppe verglichen. Auf diese Weise möchte man möglichen Zusammenhängen zwischen Art und Dauer der Handynutzung und dem Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, erkennen. Diese Studie ist die größte ihrer Art weltweit.
In dem ebenfalls durch das siebte Forschungsrahmenprogramm geförderten Projekt SEAWIND (study focused on exposure and health risks of wireless technologies) gehen Forscher Fragen zu möglichen gesundheitliche Wirkungen elektromagnetischer Felder von drahtlosen Netzwerken (W-LAN) nach.
