Warum gibt es auch andere Grenzwerte als die in Deutschland?
In einigen Ländern gelten andere Grenzwerte als in Deutschland. Zum Teil sind die Werte niedriger - wie in Italien oder in der Schweiz - oder auch höher - wie in den Niederlanden, Österreich und den USA. Diese Länder weichen aufgrund einer unterschiedlichen politischen Bewertung von den Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNIRP) ab. Die ICNIRP, die als unabhängige wissenschaftliche Kommission für den Bereich der nichtionisierenden Strahlen von der WHO und der Europäischen Kommission anerkannt ist, leitet ihre Grenzwertempfehlungen aus einer fundierten wissenschaftlichen Bewertung von Forschungsergebnissen ab. Deutsche Institutionen wie die Strahlenschutzkommission (SSK) oder das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stützen sich bei ihren Empfehlungen auch auf die Aussagen der ICNIRP. Dies gilt auch für die meisten Strahlenschutzkommissionen anderer Länder.
Wie die meisten europäischen Länder hat sich auch Deutschland der EU-Ratsempfehlung von 1999 angeschlossen, die ebenfalls die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP übernommen hat. Die in Deutschland festgelegten Grenzwerte können sich also auf einen breiten internationalen Konsens stützen.
