Handy-Kids: Wozu brauchen sie das Mobiltelefon?

Nicola Döring; Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage, wie und wozu Kinder und Jugendliche ihr Mobiltelefon nutzen. Neun zentrale Funktionen und Wirkungsdimensionen werden beschrieben. Anschließend widmet sich der Beitrag den Handy-Risiken, die in fünf Bereiche gegliedert sind. 

Das Handy ist mehr als ein tragbares Telefon. Es ist ein interaktives digitales Mehrzweck-Medium, das für Kommunikation und Transaktion, für Information, Lernen und Unterhaltung genutzt werden kann. Das Mobiltelefon ist das erste Computermedium, das unter Kindern - Mädchen wie Jungen - sehr große Verbreitung gefunden hat. Bereits Grundschulkinder verfügen über eigene mobile Endgeräte, die sie selbständig nutzen, etwa für den Austausch von Handy-Kurzmitteilungen (SMS), für Handy-Telefonate, für das Fotografieren, für das Herunterladen von Klingeltönen und Logos oder für Handy-Spiele. Mit der Weiterentwicklung der Mobilfunknetze und Endgeräte vergrößert sich das Spektrum der mobilen Dienste, Anwendungen und Inhalte bis hin zum mobilen Internet-Zugang. Die Mobilfunktechnologie hat die Medienumwelt unserer Kinder radikal verändert. Dementsprechend werden sie heute teilweise als Handy-Kids oder als Generation SMS etikettiert.

Anhang: 
Datum: 
April 2006
Quelle: 
Nicola Döring; Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft an der TU Ilmenau