Mähen ohne Mühe

Arbeiten vom Wohnzimmersessel aus – dieser Luxus könnte für Landwirte künftig Realität werden. Der 14-jährige Christian Lenk aus Schongau hat einen funkgesteuerten Traktorroboter entwickelt, der sich über Handy und Internet steuern lässt. Mit der Erfindung könnten theoretisch ganze Felder aus der Ferne gedüngt und gemäht werden.
Bis Landwirte zur Arbeit statt Gummistiefeln Pantoffeln anziehen können, ist allerdings noch einiges zu tun. "Ich habe zunächst einmal die entsprechende Software entwickelt", sagt der Neuntklässler. Auf dem provisorischen 1x2-Meter-Feld daheim lässt sich der akkubetriebene Roboter schon mühelos navigieren. Über Funk werden die am PC eingegebenen Befehle an den Roboter übertragen, der dann selbständig die befohlenen Ziele ansteuert. Ob der Roboter tatsächlich seinen Pfad findet, lässt sich bequem parallel am Bildschirm verfolgen.
Die Idee zu seinem Projekt hatte der Schüler beim Fernsehen: Ein Saugroboter kreiste hier wie von Zauberhand allein durch Raum und Sendung. Etwa vier bis fünf Monate hat der Schüler des Welfen-Gymnasiums Schongau dann an seinem Traktorroboter gearbeitet. "Das Tüfteln macht mir unheimlich Spaß", sagt Christian Lenk. Daher ist es kein Wunder, dass der 14-Jährige auch nach der Schule den Naturwissenschaften und der Technik treu bleiben möchte.
