Intelligente Schultasche: Vergessen gilt nicht

Diesen Satz kennt jeder Lehrer: "Ich habe das Heft mit den Hausaufgaben zu Hause gelassen." Setzt sich die Erfindung von Felix Niewienda (17), Martin Pandza (18) und Patrick Kessler (19) durch, können Schüler diese beliebte Ausrede bald nicht mehr verwenden. Die drei Nachwuchsforscher entwickelten einen Rucksack mit Erinnerungsfunktion und überzeugten damit nicht nur ihre Pädagogen, sondern auch die Jury von "Jugend forscht". Für ihre Erfindung erhielten die Schüler der Berliner Max-Taut-Schule den Sonderpreis Mobilfunk.
Die intelligente Schultasche der drei Nachwuchsforscher funktioniert auf Basis der so genannten RFID-Technologie, die genau wie Mobilfunk auf der Grundlage von hochfrequenten Feldern funktioniert. Jedes Schulbuch, Heft und Geodreieck ist mit einem RFID-Chip ausgestattet. Eine von den Schülern selbst entwickelte Software enthält eine Liste mit den Gegenständen, die am jeweiligen Wochentag benötigt werden. Beim Packen der Tasche gleicht ein Mikrocontroller diese Liste mit den Gegenständen, die sich tatsächlich im Rucksack befinden, ab. "Wenn am Ende etwas in der Tasche fehlt, dann ertönt ein akustisches Signal", erklärt Felix Niewienda.
Die Berliner Nachwuchsforscher haben viele Ideen, wie sie ihre Schultasche weiterentwickeln können. Unter anderem wollen sie das System mehrsprachig anlegen. Für die drei technisch interessierten Berliner steht fest: Auch außerhalb von "Jugend forscht" werden sie weitertüfteln.
