Rettung für verwackelte Fotos

Rote Augen, unscharfes Motiv, grobpixelige Auflösung – einen solch misslungenen Schnappschuss mit Bildbearbeitungsprogrammen nachzubessern, kostet Zeit. Für dieses Problem hat Lasse Schuirmann aus Hamburg eine Lösung gefunden: Der Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums entwickelte eine Software, mit der sich die Qualität digitaler Bilder schnell und ohne Vorkenntnisse verbessern lässt.
Die Idee dazu hatte der 14-Jährige, als eine Klassenkameradin für einige Zeit nach Australien ging. Bei Video-Telefonaten über das Internet ärgerte ihn die schlechte Bildqualität. Der Schüler machte sich deshalb an die Entwicklung einer Software. "Ich habe die gängigen Methoden zur Bildoptimierung recherchiert und dann ein eigenes Verfahren entwickelt", erläutert der Nachwuchsinformatiker. Langwierige Bildbearbeitung ist damit in Zukunft nicht mehr notwendig. Es dauert nur noch fünf Sekunden, bis ein digitales Foto in verbesserter Form vorliegt. Auch Schnappschüsse mit dem Handy bekommen eine ansehnliche Qualität.
Das Programmieren hat sich der Gymnasiast selbst beigebracht, weil es an seiner Schule keine Informatik-AG gibt. Allerdings hat er nur wenig Zeit dafür. "Ich habe 41 Schulstunden pro Woche, weil ich viele AGs belege", erzählt Lasse Schuirmann. Doch eines ist sicher: Später möchte er sein Hobby zum Beruf machen und Informatik studieren.
