Ein Messgerät für alle Fälle

Äußerst vielseitig ist die Erfindung von Fabian Lange, Tobias Markus und Ole Stecker-Schürmann: Mit dem Messfix lassen sich neben Grad oder Dezibel auch viele weitere Messeinheiten erfassen.

Wie heiß eine Herdplatte wird oder wie laut der Baustellenlärm vor der Tür ist – künftig reicht ein einziges Gerät aus, um Messdaten jeglicher Art zu ermitteln. Fabian Lange (17), Tobias Markus (18) und Ole Stecker-Schürmann (18) vom Technischen Gymnasium in Rheine haben das universelle Funkmesssystem "Messfix" entwickelt.

Eigentlich wollten die drei Schüler nur erforschen, wie sie Temperaturen erfassen können. "Je intensiver wir uns mit unserem Projekt beschäftigten, umso klarer wurde uns aber: Mit dem Messfix lässt sich eigentlich alles messen", so Fabian Lange. Bei dem Funkmesssystem nimmt eine 3x3x3 Zentimeter kleine, batteriebetriebene Messeinheit die Umgebungsdaten auf, digitalisiert sie und versendet sie per Funk. Am PC werden die ermittelten physikalischen, chemischen oder elektrischen Größen ausgewertet.

Das System überzeugte nicht nur die Jury von "Jugend forscht". Auch erste Interessenten für den Messfix haben sich schon gemeldet. Ein örtlicher Orthopäde beispielsweise würde gerne die Funktion zum Kraftmessen einsetzen: mit dem Gerät lässt sich ermitteln, an welchen Stellen der Fuß besonders stark auftritt. So könnten Fehlstellungen diagnostiziert werden. Auch in der Laborarbeit könnte der Messfix unentbehrlich werden. "Unser Physiklehrer setzt das Funkmesssystem bereits bei Versuchen ein", erzählt Fabian Lange.