Einfach besser (zu)hören

Jan Gleixner hat ein System zur Ortung von Geräuschen entwickelt.

"Du musst lauter reden, Kind!" – diese Aufforderung hat wohl jeder schon einmal beim Besuch der Großeltern gehört. So auch Jan Gleixner (18) aus Thüringen. Die Bitte seines schwerhörigen Opas brachte ihn auf die Idee für sein "Jugend forscht"-Projekt: ein System zur Ortung von Geräuschquellen.

"Ältere Menschen haben häufig Probleme, sich auf den Gesprächspartner zu konzentrieren, wenn mehrere Menschen gleichzeitig reden", erklärt der Schüler. "Meine Vision war, eine Art Geräuschkamera zu entwickeln, die Menschen das Hören erleichtert." Für "Jugend forscht" hat sich der 18-Jährige dann an die Umsetzung seiner Idee gemacht. Mehr als zwei Jahre tüftelte Jan Gleixner an der Funktionsweise seines Systems. Eine Software errechnet die Geräuschquelle aus der unterschiedlichen Dauer, die der Schall bis zu den vier an verschiedenen Punkten positionierten Mikrofonen braucht. Am Computer wird in einer Grafik angezeigt, woher das Geräusch kommt. Sein Programm hat der Schüler als Open-Source-Software ins Internet eingestellt, wo es jeder kostenlos herunterladen kann.

Auch nach seinem Schulabschluss möchte Jan Gleixner der Wissenschaft treu bleiben: "Ich möchte verstehen, wie die Welt funktioniert und deshalb unbedingt ein naturwissenschaftliches Studium absolvieren", sagt der Abiturient.